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Wednesday, February 01, 2017

Der Preis

Ich werde langsam alt. Oder ich habe an Weihnachten zu viel Gutes gegessen. Entweder das eine oder das andere oder beides.

Die Geschichte wiederholt sich jedes Jahr, meistens im Frühjahr. Dieses Jahr war es Ende Januar, bei gefühlt frühlingshaften Temperaturen, eitel Sonnenschein und doch noch den letzten Schneeresten in den Sundgauer Vorgärten. Die erste Fahrt mit dem Velo zum Flughafen war bloss ein paar Kilometer lang, aber dennoch die übliche Qual.

Aller Anfang ist stets leicht. Da geht es den Berg runter in Richtung Landesgrenze. Die paar Kurven bis dort hin beherrsche ich wie im Schlaf. Lediglich die Grenzpassage ist wie eine Skirennpiste. Alle paar Wochen stehen die Absperrungen leicht anders und man muss sich eine neue Linie einprägen, damit man möglichst wenig Schwung verliert und danach auch den zwei, drei fiesen Löchern ausweichen kann. Jenseits der schweizerisch-französischen Grenze ist ein Geschwindigkeitsverlust fatal, denn der Strassenbelag in Frankreich hat es in sich.

Im vollgefressenen und untrainierten Zustand spielen auch die paar Zentimeter Höhenunterschied von einem Dorf zum anderen eine Rolle. Mal kurz rüber cruisen? Denkste! Da ist harte Arbeit angesagt, kurbeln, kurbeln und noch mal kurbeln. Am nächsten Ortsausgang trennt sich der Veloweg von der Hauptstrasse und es ist Zeit für einen Schluck aus der Flasche. Oder es wäre Zeit dafür. An manche Dinge wagt man im Winter einfach nicht zu denken. Also weiter …

Der Kopf wird schwerer, die Atmung noch schwerer und die zweistündige Foto-Pause am Flughafen kommt immer näher. Kurz vor dem Ziel geht es runter vom befestigten Weg auf eine Seitenstrasse, die zum Glück noch halb gefroren (und nur deshalb nicht schlammig) ist. 300m tue ich mir das an, dann steige ich ab. Einen Crash will ich nicht, dazu bin ich spontan grad zu erledigt. Dann taucht hinter den Bäumen in der Ferne ein Flugzeug auf, welches ich unbedingt fotografieren will. Also doch wieder zurück auf den Drahtesel!

Besagtes Gefährt kurzerhand am Wegrand parkiert, renne ich den Fotohügel hoch und konstatiere, dass ich im Eifer des einsam geführten Gefechts ein fliegendes Ziel anvisiert hatte, das mit meinen ursprünglichen Vorstellungen nichts zu tun hatte. Stattdessen gibt mir mein Körper zu verstehen, dass ich demnächst am heiterhellen Nachmittag den Sternenhimmel zu sehen bekommen werde, dürfte er nicht bald einmal an einer Cola rumnuckeln. Und da ich nichts davon halte, live aus einer Ambulanz zu bloggen, habe ich auch brav die Flasche angesetzt!





Als Beweis dafür, dass der Aussetzer keine bleibenden Schäden hinterlassen hat sollen die beiden Bilder gelten, von einem Airbus A319 in privater Hand, der mir so unbekannt war, dass ich sogleich eine Fata Morgana bei 5°C vermutete und von einer spanischen Boeing 757 auf einem Frachtkurs aus Madrid.

Wednesday, November 16, 2016

Endstation!

Vor rund zwei Jahren hatte ich das Glück, gleich ein paar Monate am Nabel der frankophonen Welt zu verbringen. Paris war mein Zuhause weg von Daheim. Ich war also dort, wo andere bloss ein paar Stunden oder mit viel Glück ein paar Tage Zeit haben.

Paris in ein paar Stunden gesehen haben? Das reicht für ein paar Touristenhochburgen, aber nicht für das volle Programm. Wie überall auf der Welt empfiehlt es sich auch in Paris, in den Alltag einzutauchen, um alle Facetten dieser nicht enden wollenden Stadt kennen zu lernen. Während manch einer vom französischen Essen und den hübschen Mädchen schwärmt, sind andere Pariser Gegebenheiten viel eher als Plage einzuordnen.


Eine dieser Plagen ist die Musik. Nicht die Musik allgemein, sondern jene in der fahrenden Metro. Im Gegensatz zu den (vom Betreiber) organisierten Musikanten in den Gängen sind jene in den Zügen wild unterwegs. Sie haben keine Bewilligung und allzu oft wohl auch keine Ahnung, was sie da gerade spielen - oder noch schlimmer - singen. In den Worten altbackener Eltern: Organisierter Lärm.


Wer von dem schaukelnden Gefährt oder den unvorsichtigen Mitfahrern quer durch die Metro geschleudert wird hat ohnehin meistens nicht die Gelegenheit, eine gepflegte Konversation zu führen. Dies funktioniert eigentlich fast nur in Form einer innigen Umarmung. Was nun, wenn man alleine unterwegs sein sollte? Musik übers Handy ist durchaus eine gängige Option, aber gegen das Getröte im Wagen kommen zumindest die einfacheren handelsüblichen Kopfhörer nicht an.

Ausnahmen bestätigen die Regel. Alle paar Wochen einmal konnte ich mich dabei ertappen, wie ich mit dem Gebotenen im Gefährt mitging. Eines Abends, auf dem Weg zu einer rauschenden Fete im Domizil eines österreichischen Kollegen, kam es gar so weit, dass niemand mehr aussteigen wollte. Die Musik, der Gesang, die Intrige, der Moment war zu interessant für alle Mitfahrer, dass sie das Drumherum für ein paar Minuten völlig vergassen. Dass selbiges in der Metro aus Mauern, Dreck, Gestank und Dunkelheit besteht war mal kurz Nebensache.


Der Zug bewegte sich einfach nicht mehr weiter und vorne wie hinten stiegen die Leute aus. Warum bloss? Die elektronischen Anzeigen in den Bahnhöfen beschränken sich auf die paar Ziffern, die es benötigt, um anzuzeigen, wann der nächste Zug fährt. Eine Durchsage vom Chauffeur war auch nicht zu hören. So lange nicht, bis dieser höchstpersönlich diese musikalische Seifenblase platzen liess. "Fin de service, tout le monde descendre s'il vous plaît!" - "Endstation, alles aussteigen bitte!"

Thursday, November 10, 2016

Achtfuffzig!

Das Zahlungsverhalten des Durchschnittsbürgers an der Kasse? Ganz einfach! Auf das Kommando "achtfuffzig" der Kassierin hält er wahlweise einen Zehner oder einen Zwanziger hin. Münzen darf dann sie herauszählen und man ist auch gleich wieder mit selbigen bestückt, falls man tatsächlich mal wieder Lust darauf hätte, die gestresste Meute hinter einem an einer Kasse warten zu lassen. Der ganz Clevere hält auch mal anfangs Woche einen Zweihunderter hin, um dann für den Rest der Woche handliche Einheiten in der Hand zu haben.

Nun stelle man sich vor, genau die Zehner und Zwanziger wurden von einem Tag auf den anderen aus dem Verkehr gezogen und dürfen nicht mehr verwendet werden. Man bezahlt nun entweder in Münzen oder mit den grossen Noten. Neue Zehner und neue Zwanziger kommen, verspricht die Notenbank. Nur wollen da jetzt grad alle hin, weil bis in ein paar Stunden kann man da wenigstens noch die alten Noten zurück geben.

Offenbar haben ein paar noch Cleverere als der ganz Cleverere mit den alten Noten ein Spiel gespielt. Monopoly war es nicht, aber betrogen und abgezockt wurde dennoch. Anders wäre ja nicht zu erklären, warum die Notenbank alle ihre Babies sofort zurück haben will, egal ob tot oder lebendig.

Klingt absurd? In Indien stehen sie gerade Schlange vor den Banken …




Mehr dazu gibts auf Englisch hier:


Wednesday, November 09, 2016

Über Nacht

Da sitze ich doch dieser Tage in einer Runde mit ein paar gleich gesinnten Grosswildjägern und diskutiere über etwelche Blechvögel, die mal einen gepflegten Blattschuss verdient hätten. Grosse und Kleine, schöne und hässliche weniger schöne, fliegende Nervensägen und extrem seltene Gäste. Vor allem ging es dabei um dieses eine Teil da, das mir in der Tat noch nie begegnet ist:

Donald Trumps Boeing 757.

© Westley Bencon / planespotters.net
https://www.planespotters.net/photo/374799/n757af-djt-operations-boeing-757-2j4wl



Gleichzeitig drüben im Land wo alles grösser, lauter und fettiger ist: Das Volk versteckt sich in irgendwelchen Kartonhäuschen, kritzelt irgendwas auf ein Stück verarbeiteten Baum, sucht sich aus welches Brett die nächsten vier Jahre vor dem Kopf hängen soll. Über Nacht wird klar, dass schon lange möglich war was man offenbar in Europa krampfhaft für unmöglich halten wollte und am Ende ist Trump gewählt.

Das mit Trumps Boeing 757 hat sich über Nacht geändert:




Auf einmal kann ich da viel besser mithalten! :)

Thursday, November 03, 2016

Telefon!

Dazu braucht es nicht viele Worte:


Des Gerätes Tage sind gezählt, aber es funktioniert immer noch einwandfrei!

Tuesday, November 01, 2016

#aGermanTeam

Es begann alles im Oktober. Eine Ansammlung Fussball spielender Fohlen machte sich auf den Weg nach Schottland und wurde dort freudig erwartet. Celtic nahm den Klub freundlich in Empfang und für Speis und Trank für die mitreisenden Fans war bestimmt auch gesorgt. Doch wie hiess dieses Fohlenrudel schon wieder?


Zugegeben, der Name ist echt lang und dieses Möchte … München … äh, Mönchengladbach klingt schon fast ein wenig finnisch. Aber hierzulande kennt diesen Namen jedes Kind. Kunststück, wird auch jede Woche x-mal am Fernsehen aufgesagt. Auf der Insel kennt man solche Namen höchstens aus Wales. Und dort ist trotz der EM 2016 der Fussball immer noch eiförmig.

Am Niederrhein ist der Fussball allerdings Religion. Da mochte die Social Media-Abteilung der Borussia Mönchengladbach nicht hinten anstehen und rief spontan einen neuen Hashtag ins Leben, #aGermanTeam. Das klingt nach einem Allerweltsname, aber eben, wenn man die Geschichte dahinter betrachtet, bleibt nur Anerkennung und Lob für die Kreativität übrig.

Andernorts spielt heute meine lokale Mannschaft aus Basel gegen meine ehemals vorübergehend lokale Mannschaft aus Paris. #aSwissTeam wäre irgendwie logisch, aber gerade so auch ein wenig heikel. Die Identifikation zwischen Basel und dem Rest der Schweiz ist eine sehr diffizile Angelegenheit. 

#aFrenchTeam für den Gast aus Paris? Macht genau so wenig Sinn. Abgesehen davon, dass die Schlüsselrollen (wie übrigens auch in Basel) ohnehin von Söldnern besetzt sind, sind die Besitzverhältnisse dort dermassen arabisch, dass man viel eher von #aQatariTeam sprechen sollte.


Hätte, könnte, sollte, wollte … Die Welt der Hashtags wäre besser beraten, der Borussia ihr #aGermanTeam zu lassen. Alles andere wirkt schon abgedroschen, bevor man es fertig getippt hat.

Thursday, October 27, 2016

ER!

Es fühlt sich an, als wäre es irgendwie vor Kurzem einmal gewesen, dabei sind schon ein Dutzend Jahre verstrichen, seit ich in meiner Heimatstadt einmal das Finale des grossen Tennisturniers besuchen durfte. Merci, Swiss, ich erinnere mich immer noch gerne daran!

Jiri Novak aus Tschechien spielte gegen den damals kaum zu bändigenden Argentinier David Nalbandian. Das Spiel plätscherte vor sich hin und weil man sich in der Halle wirklich etwas besser konzentrieren muss als zu Hause, wo einem die Stimme aus dem Flimmerkasten immer wieder sagt, was gerade Sache ist, gingen die fünf Sätze auch im Nu vorbei. Nalbandian gewann zwei Sätze, Novak einen mehr und somit das Turnier.

Doch ER fehlte.

Unmittelbar vor Beginn des Turniers fiel der Topfavorit verletzt aus. Ein Zwicken im Oberschenkel machte seine Hoffnungen zunichte, und das bevor noch überhaupt ein einziger Filzball geschlagen war. ER, der Star von Weltformat, dem man auch auf einem Bein zugetraut hätte, seinen Gegnern eine Lektion in zwei oder eventuell drei Sätzen zu erteilen. Bei ihm sah (und sieht ehrlich gesagt immer noch …) alles so einfach aus, da konnte doch nicht … Egal, alles Lamentieren half nichts.

Und dann stand da auf einmal Roger Federer!

Die Halle tobte. Die beiden Finalisten (wer mag sich an die Namen erinnern?) waren plötzlich mit etwas Glück noch die Nummern zwei und drei im Haus. Da stand sie, die Nummer eins, nicht nur zu St. Jakob, sondern zu jener Zeit auch weltweit, und das unangefochten. Federer hatte mit einem Satz Verspätung doch noch den Weg zu seinem Platz in der Halle gefunden und erhielt dafür eine Ovation wie die beiden Finalisten während des gesamten Matches zusammen.


Nun ist wieder einmal so ein Jahr. Federer verpasste nach dem Event 2004 auch jenen 2005, wiederum verletzt. 2016 hat er sich schon frühzeitig aus dem Betrieb zurück gezogen und bereitet sich darauf vor, nächstes Jahr mit 35 jungen Jahren auf dem Buckel noch einmal voll anzugreifen. Doch wehe, er taucht einmal in der Halle zu St. Jakob auf. Wawrinka, Nishikori oder Del Potro könnten sich auf einmal so fühlen wie einst Novak und Nalbandian …

Thursday, October 20, 2016

Nachruf auf ein Vierloch

Nichts bleibt für die Ewigkeit. Dieser Grundsatz bereitet vielen im Metier der Planespotter offenbar erheblich Mühe. Flugzeuge sind im Prinzip vergängliche Materie wie vieles anderes auch, aber manchmal sind sie offenbar nicht. Sie haben auch eine Seele. Oder eine spezielle Bemalung.

Ein solcher Fall hat letzte Woche seinen letzten Flug angetreten. Zugegeben, daran, dass ein Airbus A340 den Gang zur Verschrottung antritt, da muss ich mich als gefühlter Jungspund schon auch noch gewöhnen. Aber wenn das Teil seine Schuldigkeit getan hat? Warum eigentlich nicht. Anderswo würde es ja nur noch dumm rumstehen und eventuell gut aussehen.





Begonnen hat es mit der HB-JMJ an einem grauen Frühjahrstag 2007 in Basel. Der Aufruhr war gross, bewegte mindestens ein Dutzend Leute an den Pistenrand. Der Flieger schlich sich von England her an und hätte der erste sein sollen, der statt in Zürich in Basel zum ersten Mal auf Schweizer Boden landen sollte. Sollte, weil er seine Nase gleich wieder hochzog als die Piste ihm zu nahe kam.

Drei Jahre zogen ins Land, da hatten die Verantwortlichen urplötzlich eine geniale Schnapsidee. Zur Wiedereröffnung der Linie nach San Francisco sollte eine Hippie-Bemalung her, welche diese Neuigkeit durch die Flowerpower-Blume in alle Welt hinaus tragen sollte. Zugegeben, farbiger war ein Swiss-Flugzeug noch nie. Da konnten selbst die Kühe auf dem einen berüchtigten Jumbolino nicht mithalten.






2011 war dann genug mit Scott McKenzies Gedudel und Anfang 2013 gab es noch einen kompletten Neulack, von oben bis unten, inklusive Aufschriften in Plakatgrösse, auch bekannt als Billboard-Titel. Die alte Lady (ja, sie war bei Swiss die Älteste im Stall) sah noch einmal aus wie ganz ganz jung. Bis diese aufgedrehten Riesenstaubsauger aus Seattle kamen. Seither gings zackig. Kurz nach dem letzten Linienflug kam die Aufschriften und die Schweizerkreuze runter.

Vor einer Woche übersiedelte die HB-JMJ nach St. Athan, in Wales, nahe bei Cardiff gelegen. St. Athan klingt schön, ist aber ein Ort, den Flugzeuge in diesem Dienstalter höchst selten in einem Stück verlassen. HB-JMJ wird es gleich ergehen. Es ist lediglich eine Frage der Zeit, bis von ihr nicht mehr viel übrig sein wird.

Saturday, March 29, 2014

Kleines heisses (altes) Eisen ...

Wie lange braucht man um aus einem grauen und enttäuschenden Tag ein spezielles Erlebnis zu machen? Diese Frage, die Psychologen und dergleichen bestimmt seit Jahren schlaflose Nächte bereitet, habe ich vor ein paar Monaten in Genf beantworten können.

Der Winter ist wahrlich stets ein Grund für eine spontane Reise nach Genf. Ein Samstag durch die orangene Brille betrachtet bringt gut und gerne trölfhundert neue Kennzeichen ins Logbuch und fürs Networking sind solche Trips auch ganz gut geeignet. Aber unter der Woche? Finger weg davon!

Nicht so in jener Woche. Das WEF hätte ja nicht genügt. Gleichzeitig lud die UNO in der Westschweiz Assads Freunde vor, damit die seine Phantasien einmal vor grossem Publikum kundtun konnten. Doch ich wollte ja nicht zu diesem Stammtisch fehlgeleiteter Staatsoberhäupter. Ich wollte bloss deren Flieger sehen. Und Hand aufs Herz, wenn eine Tupolev Tu-154 eine fliegende Gottheit ist, wie soll ich nun ihre rotzig geile ältere Schwester, die Tu-134 bezeichnen?

Verabredet war ich mit der kleinen Schönheit um 14 Uhr. Aber wie es mit den Damen halt so ist hatte sie eine eigene Vorstellung davon, wann sie sich mit wem wo treffen wollte. Ich stand mir die Beine in den Bauch. Das Handy lief heiss, ein Gerücht jagte das andere. Dann der Tiefschlag: Die weltweite Presse liess verlauten, dass ausgerechnet die Griechen sich an sie rangemacht hatten. Ich bewarf unter Protest erst mal eine Russin mit Pixeln …



Nun musste ein Kaffee her. Noch war nicht aller Tage Abend, selbst wenn der Sonnenuntergang über den Wolken unaufhaltbar näher kam. Die Tupolev mochte sich aber immerhin mal aus ihren griechischen Fesseln lösen. 1853 wurde zur magischen Zahl. Im Dunkel der Nacht waren nun Superkräfte gefragt. Innert einem Dreizehntel einer Sekunde wurde aus diesem grauen und enttäuschenden Tag ein prägendes Erlebnis:



Unser Aufeinandertreffen war kurz und heftig. Noch im Dunkel der selben Nacht machten wir uns beide wieder aus dem Staub.

Wednesday, September 18, 2013

Backflash!

Es hätte eine Routine-Mission werden sollen an der Stamford Bridge in London. Ein Tor schiessen, maximal eines kassieren, unentschieden spielen, Chelsea ärgern, mit einem Punkt Ertrag nach Hause kommen. Als unser Pharao in der 70. Minute das lange ersehnte Tor schiesst, ist dies der Ausgleich. Dann quetscht dieser baumlange Nordhelvetier doch tatsächlich einen Eckball zwischen Torpfosten und Torwart durch. Ich erleide einen unweigerlichen Backflash!

Fünfeinhalb Monate ist es her, als ich an einem lauen Frühlingsabend das Pub betrat. Ein volles Pub, an einem Donnerstagabend alles andere als selbstverständlich. Damals war nicht die Rede von einer Routine-Mission, damals wäre es wohl eine grosse Sensation gewesen, wenn der FCB auch nur ein Bein gerade vor das andere bekommen hätte. Nach 35 Minuten führte er 2:0. Die Hütte bebte, Wildfremde lagen sich in den Armen. In den restlichen 55 Minuten fielen noch zwei Tore auf der falschen Seite, aber der Glaube an die Sensation war mehr denn je da. 

Eine Woche später war ich wieder ... nein. Ich hatte einen Trip nach Südfrankreich gebucht, um mich der F1 zu widmen. Es handelt sich dabei um eine extrem spitzige Variante eines französischen Jagdflugzeuges. Die gleichnamigen Autorennen sind mir zwar auch bekannt, aber nicht zwingend tausend Reisekilometer wert. 




Nachdem die Arbeit im strömenden Atlantikregen erledigt war, folgte die Suche nach einer Sportbar. Einmal dort angekommen, musste noch das Personal überredet werden. Und tatsächlich: In einer südfranzösischen Kleinstadt, in der Bälle normalerweise oval sind, gelang es mir und meinem Reisepartner, die Crew dazu zu bringen, uns das Spiel unseres FCB zu zeigen.

Der Anfang war nicht berauschend. Eine Grätsche ins Leere und statt bei Dragovic war der Ball bei einem engländischen Amerikaner. Minuten später war die Welt wieder komplett i.O.. Der Pharao spitzelte den Ball aus 25m ins Tor. Für diesen Schuss wäre jeder Junior aus dem Training nach Hause geschickt worden. Nach der Pause vollbrachte der Balkan-Ösi seine gute Tat des Abends und wäre da nicht kurz vor Schluss ein Tor wiederum am verkehrten Ende gefallen ... wäre diese Geschichte um eine Pointe ärmer. Unser Kapitän hatte kurz vor dem Ende nur noch das Tor vor Augen, traf es nicht und folgerichtig wurde der englische Abwehrchef vom Schiedsrichter zum Teufel in die Dusche gejagt.  

Verlängerung. Senderwechsel. Konfusion in der Bar. Und Erleichterung, als endlich wieder der grüne Rasen an der Fernsehwand hängt. Mont-de-Marsan liegt gewiss nicht im Hochgebirge, aber die Luft wurde immer dünner. Elfmeterschiessen. Sommer. Schär. Ade Bayor! Ade Ball! Diaz. Drin! Wir sind im Halbfinale, on est en demis! Es gibt Himbeerlikör aufs Haus. Wenn diese Saison nur annähernd so geil wird wie der letzte Frühling ... dann wird das was mal meine Leber war, definitiv eine Minibar!

Thursday, July 04, 2013

Zwischen Phantom und Traum ...

Dreizehn Stunden unterwegs und kein bisschen Langeweile ...

Freitagnachmittag in Wittmund. Dieses Kaff knapp hinter Niedersachsens Nordseeküste steht Kopf. Die Hauptattraktion im Dorf, das Phantom, lockt schon vor dem Main Event Tausende Fans an. Sogar das Wetter hat sich herausgeputzt. Es giesst wie aus Kübeln.



Während andere sich nun auf die Resten des Bierkastens vom Donnerstag stürzen, mache ich mich auf den Weg in den Süden. Im Süden, bei mir zu Hause haben die Massen ein Date mit der Mryia. Die Logik besagt, dass wenn in A und B gleichzeitig etwas stattfindet, man sich für einen Ort entscheiden muss. Doch da habe ich was dagegen. Ich verbinde das Phantom mit dem Traum. Koste es was es wolle.

Um Viertel nach Sieben fährt mein Zug ab Wittmund. Bis dahin bleibt mir Zeit, meine Gefechtspackung so zu richten, dass sie beim mehrmaligen Umsteigen bis Basel möglichst handlich wird. Zwei Paar durchnässte und durchlöcherte Socken wandern sogleich in den Abfallkübel. Bis der Zug endlich kommt werde ich Ohrenzeuge eines medizinisch hochstehenden Gespräches: "Papi hat Zahnschmerzen, aber wenn Papi Bier trinkt, dann verschwinden diese". Ich hoffe, dass das doch eine Ausnahmeerscheinung sein möge, aber dann bietet mir im Zug eine zweibeinige personifizierte Alkfahne eine Whiskey-Cola oder dergleichen an. Ich lehne ab.

Etappe 1 dauert nur gerade eine halbe Stunde. In Sande wechsle ich von einem lieblosen Triebwagen in den nächsten. Nun werde ich zwei Stunden tiefgefroren, bis ich gegen zehn Uhr abends Osnabrück erreiche. Ich hätte nichts dagegen einzuwenden, wenn mir die Mädels von nebenan einen Schluck oder zwei von ihrer Vodka-Fanta anbieten würden. Egal, aufwärmen kann ich mich auch draussen an der frischen, aber im Vergleich zu im Zug fast schon warmen Luft. Gut 30 Minuten muss ich warten und dann kommt der erste "richtige" Zug meiner langen Reise, ein IC bis nach Köln. Der hat Steckdosen für Handy und Laptop, damit ich endlich meine Buchhaltung nachführen und meine Verbindung zur Aussenwelt wieder einschalten kann. Denkste. Stattdessen öffnet sich das Fenster laufend von selbst.

Köln Hbf habe ich als längsten Unterwegshalt auserkoren. Zwischen 1 und 3 Uhr nachts ist ein 24-7-McDonalds genau das Richtige, um etwas zwischen die Zähne zu kriegen und dann möglichst koffeinhaltig runterzuspülen. Zumindest kurzfristig wirkt das ganz gut. Aber ich komme mir nur minim albern vor mit meinem schweren Gepäck. Vor allem die Trittleiter fällt in mitten aller spätpubertären Ausgängern grad mal gar nicht auf. Ich warte unten an der Rolltreppe, bis meine Weiterfahrt um 03.16 Uhr näher kommt. Ein eindeutig nicht 100%ig fitter Herr biegt auf die Rolltreppe ein, schlägt am Rand an, kippt auf die andere Seite, kippt um. Purzelt. Zweimal. Dreimal. Ein aufmerksamer Passant eilt hinterher und dieser Abenteurer einer Rolltreppe bekommt Besuch von vier Polizisten. Zum Glück fährt schon bald mein Zug.



Auf dem Weg nach Frankfurt nicke ich - wie insgeheim geplant - auch mal kurz ein. Derweil bekommen meine lebensnotwendigen Geräte endlich die Gelegenheit, sich mit Strom vollzusaugen. Da der Zug irgendwie irgendwo aufgehalten wird, dauert mein Nickerchen sogar länger als geplant. Als ich im ersten Tageslicht am Frankfurter Flughafen ankomme, bin ich also fitter als geplant. Für die zweieinhalbstündige Zielgerade bis nach Basel lade ich noch einmal Koffein nach. Nach über dreizehn Stunden wuchte ich am Badischen Bahnhof in Basel dann noch ein letztes Mal mein ganzes Gepäck aufs Mal aus dem Zug. Per Taxi fahre ich nach Hause, wasche mir dort Schweiss und Schmuddel runter. Dann werfe ich mich in frische, trockene Kleider und steige aufs Fahrrad. Draussen giesst es wie aus Kübeln ...



Aber nicht für ewig. 24 Stunden nach dem Phantom habe ich auch die Antonov An-225, die Mriya, den Traum in trockenen Tüchern!

Sunday, November 04, 2012

SIE - Teil II

Fortsetzung dieser Geschichte, aus leicht anderer Perspektive:

Da kommt SIE. Ich fühle mich von ihr geblendet, auch wenn das realistisch betrachtet viel mehr an der tief stehenden Abendsonne liegt. Bald wird auch die Sonne hinter den französischen Alpen verschwinden und uns nicht weiter zusehen. Wir haben uns verabredet, ein paar hundert Meter vom Hauptgebäude entfernt. Sie ist schüchtern, möchte lieber nicht von der breiten Masse erkannt werden. Doch wie soll das gehen? Ihre Aura, ihre Figur, ihr Ganzes ist einfach dafür gemacht um aufzufallen.

Vorsichtig taste ich mich an sie heran und taste sogleich ihr Äusseres ab. Da stimmt einfach alles. Ihre Haut ist tatsächlich so glatt wie immer behauptet wird. Der Sand scheint entweder nicht so schlimm zu wirken oder ihre Männer leisten tagtäglich eine Riesenarbeit. Nun bin ich an der Reihe. Ich mache ihr Loch frei.


50 Tonnen BP.

Thursday, July 05, 2012

Halali

Mein Herz schlägt immer höher, bald geht sie los, die Grosswildjagd auf der Insel. Aber eine Frage beschäftigt mich nun schon eine Weile.

Ist es ein Zufall, dass die einzige Frau in unserer Jagd-Runde ausgerechnet Diana heisst?

Thursday, June 28, 2012

Enges Höschen

Montagabend in Barce ... äh eben nicht! Noch sind wir 70 Kilometer von Barcelona entfernt und der Bus steht noch immer nicht da. Nach vier heissen Tagen mit Stäubchen, Belle und Konsorten steht diese letzte Dienstreise in diesen zwei Jahren doch noch unter einem schlechten Stern. Ich bestelle Taxis und als diese kommen, kommt auch der Bus. Doch noch. Um neun Uhr geht der Flieger, um acht Uhr müssen wir in Barcelona sein. Auf dem Weg nach Barcelona wird mir klar - das wird ein enges Höschen! 


Eine Handorgel auf der Autobahn lässt mein Herz in die Hose sinken und die Herzen meiner Kollegen wohl stillstehen. Das Höschen wird enger und enger und zu allem Überfluss lädt uns der Busfahrer noch weit weg vom Terminal aus. Jetzt muss es mehr als schnell gehen. Gepäck raus, Beine unter die Arme. Im Laufschritt meiner Nase nach streben wir dem richtigen Terminal zu. Als wir dort ankommen wird unser Flug schon ausgerufen. Als selbsternannter Profi helfe ich meinen Begleitern beim Check-In. Zehn Minuten nach dem ich als Erster zur Tür des Flughafens herein kam gehe ich als Letzter durch die Sicherheitskontrolle. Auf einem Airport vergleichbarer Grösse habe ich sowas noch nie erlebt. Mein Puls senkt sich allmählich. Wir steigen in den Flieger ein und ich nehme in der Nähe von Stäubchen und Belle meinen Platz ein. Auf dem Weg zur Startbahn gibts eine Flughafenrundfahrt der Extraklasse. Mein Puls steigt sogleich wieder.


Völlig unerwartet bekunden auch die Herzdamen in der Reihe hinter mir Interesse an dem, was sich da tut und was da steht und rollt. Wir sind ca. Nummer fünf an der Startbahn, als ich den Damen das Startprozedere erkläre. Eine scharfe Linkskurve über den Strand wird es und Stäubchen hält schon mal den Atem an. Belle fragt nach dem Kopf auf dem Norwegerflieger vor uns. Sie hat einen alten Freund vor sich.


 


Ibsen.

Saturday, June 02, 2012

Sie!

Er hat ein Foto von ihr. Er auch. Und sie hat sie auch schon fotografiert. Aber ich nicht. Mein Selbstwertgefühl ist im Keller, nichts kriege ich mehr hin. Dabei ist sie so geil. Ihre inneren Werte sind unbestritten top, doch ihr Äusseres ist noch einmal eine Klasse für sich. Ihre säuselnde Stimme, ihre zart geschwungenen Linien, alles an ihr macht mich an. Lange hatte ich gehofft, dass sie auf mich zukommen würde, wie dies viele andere auch schon getan hatten. Doch dieses Foto muss ich mir wohl ein wenig härter verdienen. Dieses Mal ist es an mir, auf sie zuzugehen. Ich versuche mein Glück in London, denn dort wurde sie zuletzt gesehen. Praktisch jeden Tag zur selben Zeit soll sie an der selben Tankstelle aufgetaucht sein. Ich frage mich zu jener BP-Tanke im Südwesten Londons durch und glaube Glück zu haben. Doch als sich pünktlich mittags die Ladentür zum x-ten Mal öffnet steht wieder nur ein biertrinkender Engländer auf der Schwelle. Ein von Foto von ihm? Nein, danke! Als ich nach Hause komme, fühle ich mich gemobbt. Nicht nur ist es so, dass ich mein Foto nicht bekommen habe. Nein, ich werde wiederum verfolgt von Gestalten, die meinen, mir ihre Fotos von ihr unter die Nase reiben zu müssen. Warum sollen die alle ihre Befriedigung haben und ausgerechnet ich nicht? Ein Foto jagt das andere, eines schöner als das andere und überall ist sie drauf. Die Leute, die ich meine Freunde nenne werden immer mehr zu meinen Feinden. Ich bin verbittert, aber immer noch geil - auf sie! Wieder erreichen mich gut gemeinte Tipps, ich solle es doch mal in Paris probieren. Offenbar hat sie ein Flair für grosse Städte. War ja eigentlich klar, denn ich wohne in einer Kleinstadt, da bewegt sie ihren Hintern bestimmt nie her. Ich setze mich in den TGV, mahle ein Croissant und schlürfe meinen Kaffee auf dem Weg durch das ewig schöne Frankreich. Doch was da draussen vor sich geht kann mir heute nichts anhaben. Die Musik auf dem iPod, meine alten Fotos auf dem Laptop, nichts gefällt mir heute. Heute zählt für mich nur eins - sie! Ich stehe in Paris am Strassenrand, warte darauf, dass sie irgendwann einmal daher kommen mag, damit ich endlich mein Foto von ihr bekomme. Passanten starren mich an, gefühlte hundert Polizeiautos fahren vorbei. Das hundertunderste hält an. "Vos papiers s'il vous plaît!". Ich zeige den Gendarmen meine Papiere. Doch das reicht ihnen nicht. Sie wollen wissen worauf ich aus bin. "J'aimerais faire une photo d'elle" kriege ich auf Französisch gerade so knapp noch über die Lippen. "Photo? C'est Interdikt! No Photo!" Die Ausdrucksweise der Gendarmen ist nicht Deutsch aber immerhin deutlich. Sie geben mir zu verstehen, dass ich es vergessen soll. Auf der Heimfahrt betrinke ich mich mit Rotwein und bin mir sicher - wären die Bullen nicht gekommen, ich hätte jetzt mein Foto von ihr. Nun will ich es erst recht wissen. Ich besorge mir jede erdenkliche Information über sie, die ich gerade bekommen kann. Ich bin noch immer an meiner Recherche, als es draussen schon wieder taghell ist. Sie ist berühmt auf der ganzen Welt, doch wie ich erfahre, war ich bislang auf der falschen Fährte. London scheint ihr zwar zu gefallen und Paris findet sie auch ganz nett. Aber eigentlich soll sie in Abu Dhabi daheim sein. Bei den Schönheiten dieser Welt scheint dies heutzutage in Mode zu sein. Aber als einfacher Mann sehe ich da einfach keine Chance. Wie soll ich ausgerechnet in Abu Dhabi zu meinem Foto von ihr kommen? Zum x-ten Mal packe ich meine Siebensachen. Meine Kameras, meine Objektive, Speicherkarten, Filme, die Sonnencreme mit Schutzfaktor 60 und ein geklautes Foto von ihr. Man will sich in einem Land, in dem alles verschleiert ist ja schliesslich zu ihr durchfragen können. Ehrlich gesagt frage ich mich, ob sie in der Wüste denn auch eine so gute Figur abgeben würde. Die trockene Luft und der Sandstaub hätten ihr doch bestimmt etwas anhaben können. Ich schaue mich umgehend wieder das geklaute Foto an. Sie sieht einfach perfekt aus, wie soll ihr irgendjemand auch nur irgendetwas anhaben können? Und überhaupt, wenn ich jetzt nicht mein eigenes Foto von ihr bekommen sollte, hat mein Leben denn noch einen Sinn? Beim Anwesen ihrer Familie lege ich mich auf die Lauer, aber nicht für lange. Innert Minuten grinsen mich vier Araber und ebenso viele Sturmgewehre an. Mit Händen und Füssen versuche ich mich zu erklären. Klar, nicht jeder und schon gar nicht jede ist gleich scharf darauf, fotografiert zu werden, aber diese Herren verstehen mich irgendwie nicht. Womöglich liegt das an meinem schlechten Arabisch. Höchstwahrscheinlich hatten sie aber einfach nicht gleich viel für sie übrig für sie wie ich. Andere Länder, andere Sitten. Nach dieser Nahtoderfahrung gönne ich mir zwei Wochen Urlaub auf den Seychellen. Die sind etwa gleich weit entfernt von ihrem Zuhause wie Mallorca von mir daheim. Die Kamera liegt immer schussbereit in der Tasche. Man weiss ja nie, wenn sie plötzlich auftauchen sollte. Die zwei Woche vergehen, es tut sich rein gar nichts. Ich verfärbe mich äusserlich erst rot und dann braun, innerlich grün und blau. Der Heimflug ist eine Qual, denn im arabischen Flieger gibt es keinen Alkohol. Die Heimreise à la Paris fällt aus und dennoch geht es mir schlimmer als im damaligen Zustand. Ich sehne mir einen Absturz herbei, denn so kann es nicht weiter gehen. Verbittert und verkatert lege ich mich daheim in die Wiese, beschliesse, ein paar Vögel zu knipsen. Da taucht sie im schönsten Licht am Himmel direkt vor mir auf. Mein Leben hat wieder einen Sinn!

Thursday, March 29, 2012

Zurück in meiner zweiten Heimat

Es war ein Sonntag wie viele andere. Oder halt eben auch nicht ...

Dreieinhalb Monate ohne ein Foto von meinem Heimairport sind vermutlich meine persönliche Bestleistung seit 2004 und alle meine Freunde, die ich getroffen habe bestätigten mir dies auch. Ich kam mir beinahe so vor, als wäre ich seit dreieinhalb Jahren nicht mehr aufgetaucht. Rugby schauen im Pub, Fasnacht, Shoppen mit Stäubchen und Belle, Skifahren im Dauerschneefall und zwischen durch gar arbeiten machten mir mein Hobby-Leben nicht immer einfach.

Aber dann wars halt eben doch wieder wie früher, mit dem holländischen Langstreckenbomber:



Mit easyJet-Feuer aus allen Rohren:



Brit Air. Also, ähm, doch nicht ganz wie früher:



Und bei Air Berlin wurde es sogar noch sentimental:



Sentimental ging es auch neben der Piste zu und her. Wie habe ich die Fachsimpeleien vermisst, die Erinnerungen an gute alte Zeiten, an denen ich mit viel Verpflegung gegen Mittag aufgetaucht und stets kurz vor Sonnenaufgang wieder abgezogen bin. Vielleicht ist es ja bald mal wieder so weit ... :)

Monday, January 30, 2012

Sunday, January 29, 2012

Back into the mix

Aua, meine Knochen! Ich werde so langsam alt!

Meine ersten Gedanken als am Samstag früh mein Handy mich weckte waren eher schmerzvoll als von Vorfreude geprägt. Doch ich konnte mich doch nicht einfach so hängen lassen. Das geht an vielen Samstagen im Jahr, aber nicht am WEF-Samstag. In Zürich warteten dutzende Flieger darauf, von mir fotografiert zu werden.

Gehetzt gings an den Bahnhof und von dort mit dem TGV durch die verschneite Landschaft nach Zürich. TGV und Schnee? Nein, passt definitiv nicht. TGV assoziiere ich mit Paris, mit Frankreich allgemein, mit schönen Frauen und schönem, warmem Wetter. Zum Glück dauert die Reise nach Zürich nicht mal eine Stunde und im dortigen Hauptbahnhof hatte mich für das letzte Teilstück zum Airport auch die SBB wieder.

Draussen auf der Besucherterrasse wollte ich mit dem Fotografieren loslegen. Eigentlich. Doch erst wurden Hände geschüttelt. Franzosen, Deutsche, Österreicher, ein paar Schweizer und ein einsamer Neuseeländer, irgendwie kenne ich zu viele Leute. Für ein Foto oder zwei reichte es, da wartete schon der Tourbus auf mich. Der Kollege, den es seit Jahren nach einem BBJ lüstet hatte mich dazu überredet. Nun lasse ich ein paar Bilder sprechen, meine Knochen wollen geschont werden:











Friday, January 27, 2012

Ich

Eigentlich wollte ich mich hier und jetzt an Hansi Hinterseer auslassen, aber dann habe ich mich doch noch besinnen mögen und habe stattdessen meine volle Aufmerksamkeit auf mich gelenkt:

Ich bin

- gebildet
- ausgebildet (so ca.)
- weitergebildet (naja)
- ab und zu irgendwo abgebildet

Und sonst bin ich vor allem eingebildet. Jawoll, manchmal fühlt sich Einbildung richtig gut an!

Friday, January 20, 2012

Sack

Biologie war noch nie mein Ding. Aber dafür habe ich ja Kollegen/-innen, die mir solche Dinge immer wieder gerne erklären.

" ... weil ... ich habe ja vorne keinen Sack!"

Stimmts, Stäubchen?