Sunday, May 04, 2008

Leck mich!

"Immerhin rauchst du nicht!"

Ja, der Schloter (nein, nicht Karsten) hat Recht. Mein Suchtverhalten könnte durchaus negativer sein. Stundenlanges Lolli-Lutschen hat sicherlich weniger schlimme Auswirkungen als alle Viertelstunde eine Zigarette. Wers allerdings übertreibt, hat danach eine etwas überhöhte Rechnung vom Zahnarzt zu bezahlen. Man bewegt sich also auf einem schmalen Grat...

Doch wie kam es eigentlich dazu, dass ich dazu neige (manchmal mehr, manchmal aber auch weniger), auf Reisen immer mal wieder einen Lutscher einzustecken? Es war einmal vor vielen vielen Jahren, noch in meiner Schulpflicht. Wir waren unterwegs und tags zuvor musste ich meinen Proviant einkaufen. Kurz vor der Kasse hatte ich noch Bock auf etwas Süsses. Also fand eine Tüte Chupa Chups den Weg in den Einkaufskorb.

Am nächsten Tag zog ich selbige Tüte ohne Böses dabei zu denken wieder aus dem Rucksack. Doch anstatt dass der Vorrat nun den ganzen Tag gereicht hätte, musste ich mich mit einem Lutscher begnügen. Der Rest ging an lieb fragende Klassenkameraden und -innen. Damit mir das nicht noch einmal passierte, legte ich fortan einen grösseren Vorrat an.

Über Nacht war ich so in die verantwortungsvolle Position des Bereichsleiters Lolli-Einkauf aufgestiegen. Einige Zeit später, weitab von der Zivilisation, in einem Skilager in den Bündner Bergen erinnerte ich mich wieder daran. Nicht ohne Folgen, denn nach zwei Tagen sah ich mich mit einer ... ähm ... guten Frage ... konfrontiert:

"Du brauchst wohl auch ständig was zu schlecken?"

Ich hätte der netten Klassenkameradin ja gerne eine Antwort spendiert, doch spontan war ich erst mal sprachlos. Jahrelanges Hirnen diesbezüglich hat seither immer noch zu keinem Ergebnis geführt. Immerhin mal so viel: Durch die durchschnittlich 40-minütige Beschäftigung mit dem Lutscher ist mindestens eine Hand durchwegs beschäftigt. Der Kopf hat etwas, womit er die Hirnzellen unter Spannung halten kann. Der Proband könnte zum selben Zweck ja theoretisch auch rauchen...

JOELATBSL

P.S: Das Verfassen des Textes dauerte genau einen halben Lutscher... ;)

Wednesday, April 30, 2008

Der grosse goldene Adler

Man hat schon lesen können, er sehe aus, wie ein Tatoo eines Minenarbeiters. Man hat schon lesen können, er sei dort, oder dort, oder dort. Und tatsächlich war er woanders. Der Bock um den sich diese Message dreht hat es wahrlich in sich.

VP-CCC.

Den nicht so aviatik-bewandten Lesern wird das mal wieder nicht viel sagen, aber wer sich für die Luftfahrt allgemein und für arabische Privatflieger besonders interessiert, dessen Pulsschlag dürfte nun schon ein wenig höher sein.

Mein Pulsschlag hatte sich gestern Nachmittag auch geringfügig erhöht. Nicht so stark wie auch schon, dazu war ich zu lange in der Kälte (12 Grad, mit fortlaufender Dauer des Jahres steigen halt auch die Wetteransprüche) draussen. Aber ein bisschen wirds schon gewesen sein. Schliesslich setzt nicht jeden Tag so eine Prachtsmaschine in meinem Vorgarten auf.

Die Jagdvorbereitungen hatten schon lange vorher begonnen. In jenem sagenumwobenen Sommer 2006 zeigte sich CCCs kleiner Bruder bereits hier. Seither hielt sich hartnäckig das Gerücht, der grosse Bruder würde auch mal herkommen. Das Gerücht legte sich zeitweise allerdings auch so ähnlich ins Schlafen wie dieser Blog. Seit ein paar Stunden gings jedoch drunter und drüber. Die bisher dran arbeitende Firma lotste die Maschine zuerst ins Feindesland und dann wieder rauf nach Stansted. Von dort... wusste spontan niemand weiter. Noch nie hab ich wegen eines einzelnen Flugzeuges so viele Emails verschickt.

Aber eine Adresse fehlte mir:



Petrus'!

Seis drum...

JOELATBSL

Thursday, April 24, 2008

Back on track

Guten Morgen

(Wir haben grad zwanzig nach Mitternacht...)

Ich bin wieder da. Während nach 6 Monaten normalerweise auch die übelste Anwendung kardio-pulmonaler Reanimation nicht mehr wirkt, reichen bei einem Blog ein paar Klicks und ein paar geschickte Tastenkombinationen um ihn aus dem scheinbar ewigen Tiefschlaf zu holen.

Nun, was hab ich denn ich den letzten Monaten so erlebt? Sagen wir es so, ich habe meine zweite Berufung versilbern können und toure grad mit grosser Freude schreibend durch die Region. Alle die mir einst eine Reporterkarriere vorausgesagt haben (Danke C., danke F.), haben also zumindest mal teilweise Recht behalten. Hättet ihr darauf gewettet, ihr könntet heute wohl schon etwas reicher sein...

Typisch Reporter ist wohl auch das Leben ohne ständige Begleitung in Form einer Freundin. Nun, die Ungebundenheit ist einiges wert, wenn man kurzfristig irgendwo hin verreisen will. Dennoch sei es hier mal dezent deklariert: Will mich jemand haben, ich wäre zu haben. Preisvorschläge bitte per PN...

Während dem also weiter niemand mich erfolgreich erobern konnte, habe ich dafür weiter Flughäfen Europas geentert. Zwei kleinere Abenteuer gen Süden haben meine Sammlung und mein Ego weiter anwachsen lassen. Ein zweistüdniger Langstreckenflug von Frankfurt nach Madrid und ein sechsstündiges Alpencrossing nach Mailand waren es auf jeden Fall wert. Wenn ich mal keinen Stoff mehr aus den kurzen T-shirt-Ärmeln schütteln kann, geb ich gerne auch mal was von jenen Touren zum besten...

So long...

JOELATBSL

Tuesday, October 23, 2007

Be-Lux

Naja, eigentlich sollte das ja Benelux heissen, aber weil das Ne, also die Niederlanden auf dieser Tour nicht stattfand, lass ich es weg...

Tour ist ein gutes Stichwort. Ich war dieses Wochenende erstmals wieder im grösseren Stile auf der Jagd nach Schwermetall, nachdem ich vorher dreieinhalb Wochen lang zu grünen Ferien (man sagt dem in Helvetien auch WK) verknurrt worden war. Das eigentliche Ziel war Brüssel, doch auch gelegentliche Stopps unterwegs wollten natürlich nicht ungenutzt bleiben.

Den ersten, in Mannheim besprechen wir nur kurz, der hat so schon für genug Verwirrung gesorgt. Es hat nicht gereicht dass ich nicht mehr wusste wo ich denn bin, sondern die Herren im Cockpit liessen sich gleich noch damit verwirren.

Stopp Nummer zwei in Saarbrücken liess sich eigentlich ganz gemütlich an. Von zwei Cirrus passte eine in die Sammlung. Dann gings zu Contact Air. Und ich muss sagen, von den Security-Leuten dort bin ich echt beeindruckt. Leider im negativen Sinne. Mir ist schon klar dass diese Leute nicht fürs hübsch-dreinsehen engagiert sind, aber seinen Anschiss und seine Unfähigkeit so öffentlich zur Schau stellen ist dann doch etwas zu viel des Bösen.

Darum fahren wir auch gleich weiter nach Luxembourg, dem dritten Etappenort. Der Platz ist eine Unbekannte, da man nie so recht weiss, wieviele Jumbos und Russen denn da rumstehen mögen, nebst den langweilig-berechenbaren Luxairs. Schliesslich standen da zwei An-26 und 5 Jumbos. Eine Antonov war sogar gut zum knipsen, also krallte ich mir meinen Apparillo und schraubte ihn aufs Stativ, wollte zielen und ... und .... und ... äh ... und der Auslöser wollte nicht mehr. Na toll, kaum unterwegs streikt schon die Kamera. Zum Glück hab ich so tolle Kollegen wie das Flittchen, die mir dann gerne mal die Ersatzkamera anvertrauen. Damit konnte ich die Aero Charter doch noch einsacken. Und Flittchen gebührt auf diesem Wege noch mal ein herzliches Dankeschön!

Die nächsten paar hundert Kilometer verbrachte ich schlafend und als ich wieder aufwachte waren wir schon in Brüssel. Ich kann mich noch blass an den Bruder des Security-Mannes erinnern, der uns bei dem Bizjet-Laden zu verscheuchen versuchte. Naja, der war zwar bemerkenswert schnell draussen aus seiner warmen Stube, aber bis der uns erreichte waren wir fertig und weg...

Ein paar Stunden später, immer noch am selben Platz und mit halb gefüllten Karten liess dann die Action auch immer mehr nach. Brussels Airlines Avro reihte sich an Brussels Airlines Bobby und die Versuchung war gross, sich nochmal ein Nickerchen zu gönnen. Denkste! Da rollt ein Chinese (Hainan) zur Südbahn. Den ganzen Tag hatte niemand dieses Manöver gewagt und auf einmal sowas. Na dann, gings halt unter Protest los zum Hügel beim Gefängnis. Gesehen hat uns bei der Verschiebung niemand, denn die Staubwolke hinterm Auto hat uns unkenntlich gemacht!

Ich hoffe ihr konntet bei dem Absatz kurz durchatmen, denn es bleibt stressig. Kaum hatten wir die Hainan erledigt, machte sich ein Jumbo an, auf der Nordbahn zu landen. Bis dahin reichte es nicht mehr ganz, aber immerhin hab ich jetzt ein Bild von einer 747 mit Häusermeer. Hat auch was.

Durch Steenokkerzeel durch gings zurück zur Südbahn, nur um gleich wieder einen One-Eighty hinzulegen. Die Germano-Belgo-Holländische Spottermeute hatte sich soeben zur Nordbahn aufgemacht, weswegen auch immer. Was es dann am Friedhof zu erlegen gab, erzähl ich euch später... ;)

Einen schönen Abend vorerst mal... ;)

JOELATBSL

Tuesday, September 18, 2007

Bin wieder dahaaa!

Ja, ich bin wieder da. Scharfsinnig wie nie zuvor und diesmal nehme ich auf gar nichts mehr Rücksicht. Und vor allem auf niemanden mehr...!!!!

Inspiriert von einem gnadenlosen Selbstdarsteller neuseeländischer Herkunft, den ich bei der Suche nach irgendwelchen Rugby-Newshäppchen entdeckt habe, habe ich die Freude des Bloggens wiederentdeckt. Jedi, so sein Künstlername, beherrscht ein Englisch, wie es seinesgleichen sucht, und das nicht bloss seines Kiwi-Akzentes wegen. Die geballte Mischung von Fluchwörtern und faulen Sprüchen hat es einfach in sich. Wer sich traut kann ja mal vorbei schauen, unter:

www.arcRugby.co.nz

Nun, neben Jedi hat mich natürlich auch die WM an sich begeistert, denn seit ich vor zwei Jahren sechs Wochen lang so viel Rugby reingezogen hab, dass es einfach an mir hängenbleiben MUSSTE, versuche ich auch von der Schweiz, einem Land in dem dieser Sport so gut wie gar nicht existiert, aus das Geschehen so gut es geht zu verfolgen. Verzögerungen im grösseren Stil sind dabei an der Tagesordnung. Ich gelobe Besserung.

Das Turnier begann für Gastgeber Frankreich mit einer knappen, aber schmerzvollen Niederlage gegen die Pumas aus Argenitinien. Ebenfalls nicht so recht in die Gänge kamen die Engländer, die gegen die USA Eagles nur knapp gewinnen konnten und die Iren, die sich gegen Namibia gerade so durchsetzen. Klare Siege gab es für die Turnierfavoriten Australien (gegen Japan), Neuseeland (gegen Italien) und auch für die Springboks aus Südafrika, wenn auch das Spiel gegen Samoa einen Verletzten (Jean de Villiers) und einen für vier Spiele gesperrten (Schalk Burger, nach einem etwas gar hohen Tackling) forderte.

Die zweite Woche sah eine gnadenlose Demontage der Titelverteidiger aus England durch die Springboks, den zweiten hohen Sieg der All Blacks aus Neuseeland (diesmal gegen Portugal), eine abgeklärte Leistung der australischen Wallabies gegen Wales, die mit einem 32-20 Sieg belohnt wurde und einen herben Befreiungsschlag für die Grande Nation (Frankreich, für jene, für die das nicht so klar sein sollte) in Form eines 87-10 gegen Namibia. Tonga schlug im Pazifik-Insel-Fight Samoa knapp mit 19-15 und darf sich nun im Falle eines Sieges über die Engländer schon aufs Viertelfinale freuen!

Und wenn dann der World Cup mal vorbei sein sollte, gibts auch wieder neues von der Spotterfront. Glaubt ja nicht, dass sich da nichts tut... ;)

So long...

JOELATBSL

Tuesday, July 03, 2007

Frust!

Ich gebs ja zu, dieser Blog war zuletzt etwas gar schläfrig. Aber jetzt hab ich es nötig mal wieder Dampf abzulassen.

Da gibts doch diese Expressfrachtbetriebe, dank denen man sich Dinge für viel Geld ein wenig schneller zukommen lassen kann. Und genau so einer ist mir heute gewaltig auf die Nerven gegangen. Fedex. Mit zwei Flügen pro Wochentag werden da in Basel Pakete eingeflogen. Ausser heute, der Morgenflug kam nicht. Für einen aufmerksamen Spotter Grund genug, mal die Ohren zu spitzen, denn gerade die Expressfrachter sind doch auf eine zuverlässige Lieferung angewiesen und heuern dann gern mal ein fremdes Flugzeug an. So auch heute. Aus dem "gewöhnlichen" Fedex A310 wurde ein A300 von Air Contractors.

Und ich hatte natürlich nichts besseres zu tun als die Alinghi Bretzel-fressend vor dem Fernseher zu unterstützen...

Wie gewonnen so zerronnen...

JOEL

Friday, May 04, 2007

Vodka

Die neueste Vodka-Episode von Larry Huras:

Der Coach liess jeweils vor den Spielen eine Vodkaflasche in der Kabine umgehen. Jeder Spieler nahm einen Schluck. Gegen Kanada gabs jeweils zwei. Und so wie die heute Abend rumkurven müssen das mindestens drei gewesen sein!

Gruss

JOELATBSL

Eishockey WM

Gestern mal bei den französisch-schweizerischen Kollegen Eishockey geschaut und auf Larry Huras' Comments gehört:

Der Referee ist konstant. Er war am Anfang schlecht und ist es immer noch!

Die Wahl des besten Spielers der Partie ist der Beweis dafür, dass in der VIP-Lounge der Vodka gratis und à discrétion ist!

Mal sehen was Larry heute so zu erzählen hat...;)

JOELATBSL

Thursday, April 26, 2007

Markige Sprüche

Lustiges hört man derzeit auf den Spotterplätzen. Scheinbar haben alle etwas heiss:

Ich geh nicht auf Plätze, auf denen es Jumbos hat!

Ein anonymer Zürcher Spotter freut sich darüber, dass keine MASkargo 747, sondern nur eine Antonov 12 kommt...

Privatjet? Nehm ich nicht auf!

Und der Elsässer nervt sich danach, dass er A6-SMS nicht geknipst hat...

Gruss

JOELATBSL

Wednesday, March 28, 2007

Log

Unter einem Log verstehe ich normalerweise die mehr oder weniger übersichtliche Anhäufung von Buchstaben, die aufzählt, was an einem bestimmten Tag an einem bestimmten Ort was für Flugzeuge sich gezeigt haben. Doch nun hat mich eine VWL-Dozentin einigermassen perplex gemacht:

"...um das zu berechnen brauchen wir Logs..."

Mit Logs meint sie Logarithmen! Uni kann soooo demoralisierend sein...

JOELATBSL

Saturday, March 24, 2007

Bierdusche

Regen macht ja bekanntlich schön. Mit etwas Fantasie lässt sich eine Dusche dann auch in einen Regen ummünzen, womit also auch eine Dusche schön macht.

Wie ist es dann mit Bierduschen? Machen die schön und erfrischend? ^^

JOELATBSL

Thursday, March 22, 2007

Gedacht - Gebloggt

Naja, Flittchen hat heute das Denken für mich übernommen, aber der Satz ist schon nicht übel:

Warum kann ich nicht einfach auf Mainstream abfahren?!?

JOELATBSL

Thursday, March 08, 2007

Spottergehege

"Das ist schön zum Gucken, da fühlt man sich auch gar nicht wie in einem Gehege!"



Die Hamburger Flughafenterrasse, schöne Aussichten...

JOELzumGlückatBSL

Sunday, March 04, 2007

Schwäbisch für Spotter

Aus aktuellem Anlass ein paar Ausdrücke die man in der Region Stuttgart verstehen sollte:

"Brauch' koi Mensch"
"Schön für dich, aber dieses Flugzeug habe ich schon einmal gesehen." (So einfach lässt sich Freude verderben)

"Hat 'n Bart"
"Dieser Flieger in Ehren, aber der war schon mehr als zehn Mal da." (Da aus Germanwings Gaywings wurde sind folglich bärtige Personen schwul...)

"Bock"
Flugzeug (der Schreiberling ist zwar ein Grossmaul, aber auf so kurz-prägnante Ausdrücke zu antworten ist auch nicht sein Ding...)

"Schroooooott!"
"Hab ich schon!" (Ähnlichkeiten zu einem Posting aus dem Januar sind reiner Zufall...)

"Ah. Drei Pfirsich."
"Airbus A340" (betrifft zwar selten Stuttgart, man will aber auch über andere Airports geredet haben)

"Dreiloch"
Flugzeug mit drei Triebwerken (folglich ist der Dreiloch-Mayer das Äquivalent zum 727-Flittchen)

"Dummbo"
Boeing 747, Jumbo Jet (CW, kommt das vom Elefanten Dumbo oder von "dumm"? Betrifft allerdings auch eher selten Stuttgart...)

"Problembär"
D-AKNO

"Siech"
Spotter (Aber aufpassen mit Titeln wie Obersiech, die sind vergeben!)

"Bitch"
Beech, egal welche Serie (Hrrr, auch die Fraktion Augsburg soll ihr Fett abbekommen...)

Wirsing, Wirrsinn, Widrsinn, Widrsenn, Wiedersenn, WIEDERSEHN!

JOELATBSL

Wednesday, February 14, 2007

Wir sind Weltmeister!

Wird glaub langsam Zeit dass ich mich mal über meine skifahrenden Landsleute und Vorbilder äussere...

Schon nach dem allerersten Rennen der diesjährigen alpinen Ski-Weltmeisterschaften erfüllte mich ein Gefühl der Genugtuung. Ich hatte mich neben einer Flasche Cola und einer Packung Salzbrezel im Fernsehsessel eingenistet und harrte der Dinge. Die Erwartungen für den Super-G waren... naja ... bescheiden. Der Südtiroler (Sorry, aber die wollen doch partout nicht Italiener genannt werden, oder? Mir ist es recht so...) Patrick Staudacher legte früh eine Zeit vor, die so schnell keiner nur annähernd erreichen sollte. Auch Bruno Kernen nicht. Der Berner Oberländer ist ein begnadeter Skifahrer und zudem von den momentan aktiven Schweizern der Bestdekorierte. Er war mit seiner Fahrt nicht zufrieden, lag er doch sechzig Hundertstel hinter dem Führenden zurück. Doch es drehte sich plötzlich zugunsten Kernens. Fahrer um Fahrer kam nicht an seine Zeit heran. Bloss der alte Österreicher-Fuchs Fritz "the Cat" Strobl vermochte sich noch vor ihn zu setzen und Staudacher wurde gar nicht mehr überboten. Die erste Medaille für die Schweiz war da, der alte Kernen hatte es mal wieder gerichtet...

Dann die Superkombi. Der eine Slalomlauf fand zu einer Zeit statt, in der sich normalerweise zum ersten Mal der Magen zu Wort meldet. Also griff ich wieder zu ungesunden Mitteln, wiederum zu Salzbrezeln. Diesmal waren die Schweizer, und zwar gleich alle vier, ernsthaft als Kandidaten fürs Podest gehandelt worden. Allen voran die jungen Himmelsstürmer Daniel Albrecht und Marc Berthod. Letzterer hatte jüngst in Adelboden einen Riesencoup gelandet und den Slalom gewonnen, derweil sich Albrecht gemäss eigener Aussage dahinter in Ruhe vorbereiten konnte. Silvan Zurbriggen zeigte als erster der Schweizer wo denn Bartli den Most zu holen pflegt. Eine beherzte Leistung war es, die mit Rang sieben belohnt wurde. Danach Marc Berthod: Auch er mit einer sehr beherzten Slalomleistung. Doch er war alles andere als zufrieden und wirkte folglich beim Interview leicht angesäuert. Berechtigt? Womöglich, denn die besten Skifahrer der Gegenwart standen in den Personen von Bode Miller und Aksel Lund Svindal ja noch oben. Didier Defago zeigte ebenfalls was er konnte, fiel jedoch knapp hinter Berthod zurück und wurde schliesslich Vierter. Daniel Albrecht zeigte dann, gegen die Zeit des mittlerweile Führenden Benni Raich, einen Superlauf und klassierte sich einen Wimpernschlag (also genau acht Hundertstelsekunden) vor dem Österreicher. Ich ging von Bronze aus. Doch Miller und Schwinginstal (-> Svindal) blieben hinter meinen Landsmännern zurück. Die jungen Abräumer hatten also zugeschlagen!

Und heute die Krönung. Ihr werdet es schon gedacht haben. Natürlich hatte ich es mir wiederum mit einer Packung Salzbrezel im Fernsehsessel gemütlich gemacht. Und wieder durfte ich grossen Skisport erleben. Keine gutgepolsterten Anja Ps und keine fahrenden Lazarette (Hermann M. und Janica K. lassen grüssen...) sondern technische Perfektion und absolute Waghalsigkeit machten den Unterschied. Der unwiderstehliche Svindal holte sein zweites Gold, der wilde und unbekümmerte Albrecht seine zweite Medaille (diesmal eine silberne) und der bislang bedauernswerte Dider Cuche holte mit Bronze seine allererste Medaille an einer WM. Zu oft hatte er diese Saison schon wegen Hundersteln Rennerfolge und Podeste verpasst, doch diesmal ging es für ihn aus.

Und die Österreicher? Die durften sich im eigenen ORF ABBAs Waterloo anhören. Und glaubt es mir, nicht grundlos... :D

JOELATBSL

Thursday, February 01, 2007

Marketing-Gag

Die Bayern haben ein Problem. Sie sind nicht Erster. Deshalb hat offenbar Felix Magath gehen müssen, obwohl man sportlich noch lange nicht von einer Krise sprechen müsste, wäre es halt nicht der FC Bayern. Wo könnte denn das Problem liegen? Bei den Finanzen die aus dem Ruder laufen könnten, wenn man ausnahmsweise mal nicht Meister, Pokalsieger und Champions League Champion wird? Möglich und sicher einer der guten Gründe der Entlassung.

Ich habe da aber noch eine andere These. Bayern liegt nur (!) auf Platz 3 und müsste dementsprechend auch weniger Aufmerksamkeit von den Medien erhalten. Schalke und Bremen haben sich mit ihrem Fussball dagegen die fetten Schlagzeilen eigentlich redlich verdient. Das wiederum dürfte dem grossmauligen Vizepräsident des FC Bayern nicht passen. Also inszeniert man mal wieder eine Episode von "FC Hollywood". Die anderen (-> besseren) Vereine können dann wieder hinten anstehen, denn wenn der FC Bayern hustet ist bekanntlich die Bundesliga schwer erkältet. Bayern und Hoeness haben ihre Aufmerksam die sie brauchen wieder zurück, dank geschicktem Marketing...

Und schliesslich ist da jetzt Ottmar Hitzfeld. Der fast-Basler (-> Lörracher) wird schon richten was noch zu richten ist.

JOELATBSL

Tuesday, January 30, 2007

Malaysia - Truly Asia!

Wer kennt die Werbung? Um die geht es hier nicht.

Viel mehr geht es um das, was ich Mitte letzten Monats mal erlegt habe: Nichtsahnend, aber wie so oft, viel hoffend bin ich zum Flughafen gefahren. Erwartet war "bloss" eine Antonov 26, die für die in Mulhouse ansässige Peugeot Auto-Teile "just in time" herumschippern sollte. Kurz dem Zaunwächter Franz Guten Tag gesagt, und da brummelte die gute Kiste schon im Endanflug. Ähm ja, ein wenig hoch war sie, aber was solls. Immerhin war es meine erste anständig digital fotografierte An-26... (-> Klick! )

Nach erfolgreichem Aufsetzen verfolgte ich die Maschine noch mit dem Fernglas ein wenig weiter. Doch, da... Da... Da war ja noch eine LOT! Naja, nicht die übermässige Aufregung wert wenn man schon in Zürich, Frankfurt, Amsterdam und dergleichen spotten war, aber immerhin für unseren kleinen bedächtigen EAP eine Ausnahmeerscheinung. Ich wollte Franz alarmieren, doch der wusste schon Bescheid. Kunststück, denn mittlerweile war auch unser Feuerwehrspotter da und der bewegt sich kaum je ohne Funk. Zurückgestapft, abgedrückt. (-> Klick! )

Und wenns mal läuft, dann läufts, alte Spotterweisheit. Die Spotter wurden immer mehr (schliesslich war Dezember und schön bei 15 Grad...) und am Funk meldete sich "Achkeflei sewen-tuu-siirro", die TUI-blaue 767 aus Varadero. (-> Klick! )

Kaum war die 767 da, kam die nächste gute Meldung: "Menajet four-four-four-eight". Ein Hadjflug war angesagt und die Maschine wurde aus Beirut eingeflogen. Niemand wusste im Vornherein Genaueres über diesen Flug. Doch auch dies ist eine alte Spotterweisheit: Hadj-Flüge basieren nie auf irgendwelcher Logik. Mit einer verlässlichen Funkmeldung hat man es hingegen einfacher, kann man sich doch auf ein Aufsetzen innert einer Viertelstunde einstellen. (-> Klick! )

Nun, ich dachte, eigentlich müsste das ja schon genug des schönen gewesen sein. Doch weit gefehlt: Praktisch auf einen Schlag meldeten sich vier weitere illustre Gäste, darunter auch "Delta-Delta-Romeo". Auf einem anderen Weg war rund eine halbe Stunde vorher die Kunde eingetroffen, dass ein Malaysischer A319 auf dem Weg von Hamburg zu uns sei, womit wir nun endlich beim Corpus Delicti wären. D-AIDR, wie der Atari mit vollem Namen heisst, sollte dabei zu einem Innenaustatter nördlich unserer Querpiste überflogen werden. Den Namen lassen wir mal weg, den kennen die Leser wohl eh selber...
Der Flieger landete (-> Klick! ) und ich hatte mal wieder einen dicken Fisch gefangen. Von der Karte runtergeladen, bei Anette hochgeladen, dachte ich, das wärs.

Nun ging die Geschichte aber unsanft weiter: Die Zugriffszahl stieg von Anfang an über Gebühr hart an, worauf ich mal eine diskrete Recherche begann. Und siehe da: Das Bild war verlinkt worden. In einen Blog, der offenbar in Malaysia sehr stark frequentiert wird. Ich finde den Inhalt jenes malaysischen Blogs sehr interessant. Der Premierminister, dem das (Plastik-)Flugzeug offenbar zu Gute kommen soll, wird gegeisselt und verschmäht wie ein Verräter. In mehreren hundert Kommentaren wird über dieses Flugzeug und den Premier hergezogen, was das Zeug hält. Die malaysisch geschriebenen Beiträge gar nicht erst mitgezählt...

-> Malaysia Today Blog

Was so ein einfacher Ausflug ins Elsass nicht alles auslösen kann...

JOELATBSL

Monday, January 08, 2007

Schrooottt

Breaking News:

Aus Österreichischen Spotterkreisen verlautet, dass sich letzte Woche einige pubertär bis brünftig anmutende Gestalten auf dem Innsbrucker Flughafen getummelt haben sollen. Sie sollen schwäbischen Dialekt gesprochen haben und Flugzeugverzeichnisse (Jay-Pees, die Red.) auf sich getragen haben. Jeder bereits vorhandene Eintrag wurde mit einem lauten "Schroootttt" bestätigt, wenn er sich auf dem Flughafen Innsbruck bewegte.

Jungs werdet erwachsen! Oder wollt ihr dass man euch überall für durchgeknallt hält?

Gruss

JOELATBSL

Monday, December 25, 2006

Farewell AirNikon

Farewell AirNikon

Airliners.net hat zweieinhalb Jahre nach Frank Schaefer eine weitere seiner Ikonen verloren. Mickey Bednar, besser bekannt unter seinem Pseudonym AirNikon ist im Alter von nur 46 Jahren am 1.Dezember des ablaufenden Jahres in Südkalifornien gestorben. Mickey hatte es auf 9999 erfolgreiche Uploads geschafft und war einer der Crew-Leader der weltweit rennomiertesten Flugzeugbilder-Datenbank. Auf ihn ist überhaupt erst die Erfindung von Airliners.net in der heutigen Form zurückzuführen und vor kurzem hatte er Frank Schaefer (9935 Bilder) als grössten Uploader abgelöst.

Mickey hat dieses Hobby zu dem gemacht, was es heute ist. Er lebte alleine, reiste viel in der Welt umher und schaffte es immer, von jedem, aber auch wirklich jedem noch so abgelegenen Platz hervorragende Bilder mitzubringen. Sein Nickname AirNikon war einer der allerersten, der in meinem Kopf hängengeblieben war und stellte für mich ein Symbol für qualitativ hochstehendes Spotterwerk dar. Dass er mit nur 46 Jahren bereits die Erde verlassen musste, stimmt nicht nur mich traurig. Für viele von uns war Mickey ein Vorbild, für manche sogar DAS Idol. Als eingefleischter A.netter, frage ich mich auch, ob es denn einen Fluch gibt, der auf dieser Seite, beziehungsweise auf deren Top-Uploader liegen mag. Mit AirNikon hat A.net einen Typen verloren, den man nicht einfach so ersetzen kann. Er war nicht wie andere eine kleine Nummer irgendwo in der Datenbank, sondern war einer der tatkräftigsten, wenn nicht DER AKTIVSTE Mitarbeiter dieser Seite.

Möge Mickey auch im Himmel weiter Bilder schiessen können!

JOELATBSL

Wednesday, December 20, 2006

Axalp

Lang lang ists her, aber die Erinnerung ist halt schon schön...

Was bewegt einen dazu, morgens um zwei sich noch beim Basler Badischen Bahnhof aufzuhalten? Nun, viel fällt mir da nicht ein, ausser, man hat sich mit jemandem dort verabredet. So auch an jenem 11. Oktober, diesem lauwarmen Herbsttag mit schon sehr gemütlich warmer Nacht davor. Ich traf mich mit Big JJ und noch zwei Mitstreitern um das jährliche Fliegerschiessen der schweizerisch-militärischen Luftwaffe auf der Axalp ob dem Brienzersee zu besuchen. Früh aufstehen ist dabei ein Muss, denn wer nach 0830 Uhr oben ist, kommt nicht mehr richtig in den Zuschauerbereich und verpasst so die Morgenaction. So hatten wir uns also zum Ziel gesetzt...

Halt. Der Weg ist das Ziel. Unterwegs in Emmen den Platz nicht auf Anhieb gefunden, versuchten wir in Buochs unser Glück auf ein neues. Und diesmal klappte es: Ein paar PC-12 standen verlassen vor den Pilatus-Werkshallen und wurden folgerichtig verhaftet (-> http://www.jetphotos.net/viewphoto.php?id=5867706). Die Foto- und Aufschreibeaktion dauerte ein paar Minuten, war aber noch recht lohnenswert. Für mich...

Im Axalp-Dorf angekommen, siehts aus wie in Holland. Überall holländische Kennzeichen und die Sprache die vorherrscht ist weder Deutsch noch Bärndüütsch oder Englisch sondern diese Mayonaise-Sprachmischung. Wie dem auch sei, zusammen mit Big JJ machte ich mich auf den Weg nach oben, einfach den Luftwaffen-Fähnchen und dem Volk nach. Gerade letzteres war schon recht zahlreich da. Big JJ musste bald mal. Oder konnte schon nicht mehr? Das Schnaufen fiel ihm schon recht schwer. Nach dem Pinkeln läutet sein Handy. Der Dreilochmayer.

"Wo bist du?" - "Eben grad gestartet, wartet ihr?" - "Jo, sicher!"

Gut gemacht JJ, 5 Minuten durchschnaufen gewonnen. Nach 5 Minuten (und nicht wie von JJ veranschlagt 15) taucht der Mayer auf. Quietschfidel und putzmunter schlägt er gleich den Durchstart in die nächste Wand vor. Gesagt, getan, auf gehts. Munter plaudernd mit dem Dreiloch komme ich Meter für Meter voran und lege alsdann auf dem nächsten Plateau eine kurze Pause ein um die Aussicht zu geniessen. Doch wo ist JJ? Nicht mal mehr das Schnaufen ist zu hören? Bange Minuten des Wartens. Dann, nach 5 langen Minuten kommt auch JJ um die Ecke, leicht abgekämpft aber noch am Leben...

Nun, zusammen mit der dreilöchrigen Klettermaxe ist es mir gelungen, den JJ bis zum KP zu schleppen. Von dort hat man einen formidablen Ausblick auf die Schiessanlage und die Heli-Standplätze. Wie einem die Jets um die Ohren brettern? Unbeschreiblich! Zumindest im Text, in Bildform gibts das nämlich hier:

--> Klick! <--

Gruss

JOELATBSL