Ich mag Tiere. Ganz ehrlich. Nichts geht zum Beispiel über ein Schweinchen. Schliesslich ist das der Rohstoff für Schweinekoteletts. Wahrlich ein Grund, Schweine zum Fressen gern zu haben.
Aber es geht auch anders. Es gibt in der Welt der Tiere Kreaturen, deren Sinn und Zweck ich noch nie verstanden habe und ihn wohl auch nie verstehen werde. Mitunter machen diese Vieher mich gar aggressiv. So zum Beispiel die gelb-schwarze, fliegende Gefahr.
Wespen, von Grund auf aggressiv und deshalb wie geschaffen, um mein Feindbild darzustellen. Dieser Tage hat sich so ein Pack in meinem Garten verbuddelt. In mitten friedlicher Grashalme und Kleeblätter steigen nun also im Sekundentakt diese schwarz-gelben Biester auf.
Doch das wäre ja noch nicht genug des Unheils. Heute hat sich so ein Drecksviech erdreistet, mich in die Wade zu pieksen. Somit ist also der Verteidigungsfall eingetreten. Während ich eigentlich dachte, die Viechlein mal bis zur nächsten Schlechtwetterperiode in Frieden zu lassen, habe ich nun Blutrache beschlossen. Mittels Gartenschlauch habe ich die Raumtemperatur im Bunker der gelb-schwarzen Armee erst einmal heruntergesetzt und diverse weitere Schlachttaktiken befinden sich in der Planung...
Gruss
Feldherr JOELATBSL
Monday, June 30, 2008
Thursday, June 26, 2008
Tour de l'EuroAirport
Ja, ich bin wahnsinnig. Die Erkenntnis ist nicht neu, aber sie wurde während der Europameisterschaft mal wieder neu definiert. 250 Kilometer habe ich per Fahrrad zurückgelegt, und das innert knapper drei Wochen. Physisch sollte ich mich eigentlich in Hochform befinden. Hier nun also ein paar Eindrücke, quasi live von den jeweiligen Etappen:
Kilometer 0: Ja, wann kommen denn jetzt die Tschechen? 10 Uhr, 12 Uhr? Irgendwo zwischendrin? Fahren wir also einfach mal los, lassen den Zähler anlaufen. Noch ist nicht abzusehen wie das ganze hier enden wird...
Kilometer 18: Der erste Flieger ist im Sack, die später siegreichen Tschechen sind fürs Spiel gegen die Schweizer eingetroffen. Das Wetter, ähm, ja, es fand statt. Mehr aber auch nicht ...
Kilometer 36: Was für ein Tag, was für ein Scheisswetter. Ebenso viele neue wie der EM-Tacho an Kilometern anzeigt und dennoch wohl kein einziges schönes Bild. Der dunkle Hintergrund hilft wohl mal wieder aus dem Schlamassel. Und zu allem Überfluss verletzt sich auch noch Alexander der Mittelgrosse und die Schweizer tun was sie so gut beherrschen. Ehrenvoll verlieren ...
Kilometer 54: Wir haben Montag, nun sind die Holländer mit den Chartern an die Reihe. Netterweise beglücken sie Basel mit vielen dollen Fliegern, auch wenn das Spiel 100 km weiter, in Bern, stattfindet. Und auf gehts ...
Kilometer 67: Fuck, zu spät. Ich hatte ultraknapp den rumänischen Präsidenten und seine Nuller anvisiert. Jetzt nimmt der mir am Kreisel mit seinem Konvoi die Vorfahrt. Völlig ausgelaugt treff ich am Heligrill in Zürich Oli und seine Engländer...
Kilometer 82: Es ist bald Mitternacht, immer noch Montag, und ich treffe todmüde daheim ein. Rumänien hat Frankreich ein Unentschieden abgekämpft und Italien wurde von Holland geteert und gefedert. Und ich hab von all dem nichts gesehen. Aber ich hab die Nuller im Sack. Manchmal im Leben muss man Prioritäten setzen...
Kilometer 100: Jawoll, die 100 ist voll und die Holländer wieder daheim. Zwar hätte das Wetter besser sein können, aber für eine SunCountry und eine Eastern hats dennoch gereicht. Erstmals an dieser EM wurde ich vom Südanflug überrascht.
Kilometer 118: Diesmal gabs zu den Holländern noch die Franzosen hinzu. Da Fusballcharter vor allem beim grösseren Material eine Exklusiv-Veranstaltung am Vormittag sind, ist der "Arbeitstag" auch recht früh wieder zu Ende. So geht es rechtzeitig ins Wochenende...
Kilometer 136: Trotz Südanflug die 9 Kilometer ans Belvedere und wieder heim abgestrampelt und das im Grunde genommen für einen Flieger. Der SATA A310 war mir aber wichtig genug und das Brettlicht ein weiteres Argument für eine weitere Trainings-Session...
Kilometer 154: Schon wieder so ein grauer Tag. Aber so gross waren die Charter noch nie. Zum Glück haben die Portugiesen so weit hier her, dass es nicht reicht, um den selben Flieger mehrmals her zu schicken. Nach dem blauen Trikot vom Freitag ist die deutsche Fahne schon das zweite fremde Fan-Emblem, das meinen Körper umgibt. Aber sie fühlte sich gut an ... ;)
Kilometer 156: Mist, die Mission SATA die zweite war ein Rohrkrepierer. Der Bock war früher airborne als ich dachte. Und so gings statt zum spotten halt auf der Direttissima zum einkaufen...
Kilometer 176: Nicht zu glauben, schon wieder grau. Aber zum Glück läuft auch nicht besonders viel und so ist auch dieser "Arbeitstag" nach dem essentiellen Material (Hamburg International A319, Luxair 737-700) wieder erledigt. Im Grossen und Ganzen war das ne Mittagspause am Belvedere, wie sie etliche Leute aus der Umgebung sicherlich kennen....
Kilometer 194: Nichts los an der Charterfront, aber Brettlicht und ein kleines Linien-Highlight. Also nichts wie raus und die Sonne geniessen, zum ersten Mal ein EURO-Abend. Und der Fleissige wird belohnt: Kurz vor Feierabend geht ein geiler Privatjet raus und ein noch geilerer kommt rein... :)
Kilometer 212: Was für ein Tag! Die Portugiesen sorgten für einen gewaltigen Auftakt in Form einer Air Europa 767 und einem SATA A310. Doch die Deutschen hielten gut dagegen und schliesslich trafen nicht einmal eine Stunde vor Spielbeginn zwei Challenger der Flugbereitschaft der Luftwaffe ein. Und etwa so kam dann das Spiel daher. 3-2 für Deutschland...
Kilometer 232: Das Wetter wieder voll am Anschlag, Sonne ohne Ende. Die Spotter sind zahlreich vertreten wie noch nie an dieser EURO. Und es herrscht eine friedliche Stimmung wie noch nie. Ob es daran liegt, dass die französischen Grossmäuler durch Niederlagen gestopft worden waren? Die Russen bringen uns zwar um etliche Airlinercharter, aber die paar Biz-Rosinen waren den langen Nachmittag wert. Und nun noch ein paar alte Bekannte und -innen getroffen, was will man mehr...
Kilometer 241: Und auf einmal kommt alles zusammen, der Flugplan zählt 80 Privatjets an einem Tag. Natürlich kommen nicht alle, aber die die kommen, die haben es in sich. Aber da war noch was: Mitte Nachmittag wird die Bahn gedreht, fortan von Süden gelandet. Als Spotter, der gerne das Optimum rausholt und ungern was verpasst, wechsle ich die Position. Das geht gut bis... Bis der Scheich kommt. Der will doch tatsächlich wieder von Norden rein. Kurzes Zögern und da passierts. Auf Kurs 080, aufs Belvedere gerichtet, schaff ich es noch auf die Wiese, aber knipsen liegt nicht mehr drin. Verloren gegen A7-HHH, um ein paar Sekunden...
Kilometer 250: Er liegt nun schon mehr als 24 Stunden zurück. Ich habe das Fahrrad nicht angefasst seither. Aber ich habe das Gefühl, dass die Mühen sich gelohnt haben. Eigentlich könnte jedes Jahr Euro hier im Land sein. So fit fühlte ich mich schon eine Weile nicht mehr...
Gruss
JOELATBSL
Kilometer 0: Ja, wann kommen denn jetzt die Tschechen? 10 Uhr, 12 Uhr? Irgendwo zwischendrin? Fahren wir also einfach mal los, lassen den Zähler anlaufen. Noch ist nicht abzusehen wie das ganze hier enden wird...
Kilometer 18: Der erste Flieger ist im Sack, die später siegreichen Tschechen sind fürs Spiel gegen die Schweizer eingetroffen. Das Wetter, ähm, ja, es fand statt. Mehr aber auch nicht ...
Kilometer 36: Was für ein Tag, was für ein Scheisswetter. Ebenso viele neue wie der EM-Tacho an Kilometern anzeigt und dennoch wohl kein einziges schönes Bild. Der dunkle Hintergrund hilft wohl mal wieder aus dem Schlamassel. Und zu allem Überfluss verletzt sich auch noch Alexander der Mittelgrosse und die Schweizer tun was sie so gut beherrschen. Ehrenvoll verlieren ...
Kilometer 54: Wir haben Montag, nun sind die Holländer mit den Chartern an die Reihe. Netterweise beglücken sie Basel mit vielen dollen Fliegern, auch wenn das Spiel 100 km weiter, in Bern, stattfindet. Und auf gehts ...
Kilometer 67: Fuck, zu spät. Ich hatte ultraknapp den rumänischen Präsidenten und seine Nuller anvisiert. Jetzt nimmt der mir am Kreisel mit seinem Konvoi die Vorfahrt. Völlig ausgelaugt treff ich am Heligrill in Zürich Oli und seine Engländer...
Kilometer 82: Es ist bald Mitternacht, immer noch Montag, und ich treffe todmüde daheim ein. Rumänien hat Frankreich ein Unentschieden abgekämpft und Italien wurde von Holland geteert und gefedert. Und ich hab von all dem nichts gesehen. Aber ich hab die Nuller im Sack. Manchmal im Leben muss man Prioritäten setzen...
Kilometer 100: Jawoll, die 100 ist voll und die Holländer wieder daheim. Zwar hätte das Wetter besser sein können, aber für eine SunCountry und eine Eastern hats dennoch gereicht. Erstmals an dieser EM wurde ich vom Südanflug überrascht.
Kilometer 118: Diesmal gabs zu den Holländern noch die Franzosen hinzu. Da Fusballcharter vor allem beim grösseren Material eine Exklusiv-Veranstaltung am Vormittag sind, ist der "Arbeitstag" auch recht früh wieder zu Ende. So geht es rechtzeitig ins Wochenende...
Kilometer 136: Trotz Südanflug die 9 Kilometer ans Belvedere und wieder heim abgestrampelt und das im Grunde genommen für einen Flieger. Der SATA A310 war mir aber wichtig genug und das Brettlicht ein weiteres Argument für eine weitere Trainings-Session...
Kilometer 154: Schon wieder so ein grauer Tag. Aber so gross waren die Charter noch nie. Zum Glück haben die Portugiesen so weit hier her, dass es nicht reicht, um den selben Flieger mehrmals her zu schicken. Nach dem blauen Trikot vom Freitag ist die deutsche Fahne schon das zweite fremde Fan-Emblem, das meinen Körper umgibt. Aber sie fühlte sich gut an ... ;)
Kilometer 156: Mist, die Mission SATA die zweite war ein Rohrkrepierer. Der Bock war früher airborne als ich dachte. Und so gings statt zum spotten halt auf der Direttissima zum einkaufen...
Kilometer 176: Nicht zu glauben, schon wieder grau. Aber zum Glück läuft auch nicht besonders viel und so ist auch dieser "Arbeitstag" nach dem essentiellen Material (Hamburg International A319, Luxair 737-700) wieder erledigt. Im Grossen und Ganzen war das ne Mittagspause am Belvedere, wie sie etliche Leute aus der Umgebung sicherlich kennen....
Kilometer 194: Nichts los an der Charterfront, aber Brettlicht und ein kleines Linien-Highlight. Also nichts wie raus und die Sonne geniessen, zum ersten Mal ein EURO-Abend. Und der Fleissige wird belohnt: Kurz vor Feierabend geht ein geiler Privatjet raus und ein noch geilerer kommt rein... :)
Kilometer 212: Was für ein Tag! Die Portugiesen sorgten für einen gewaltigen Auftakt in Form einer Air Europa 767 und einem SATA A310. Doch die Deutschen hielten gut dagegen und schliesslich trafen nicht einmal eine Stunde vor Spielbeginn zwei Challenger der Flugbereitschaft der Luftwaffe ein. Und etwa so kam dann das Spiel daher. 3-2 für Deutschland...
Kilometer 232: Das Wetter wieder voll am Anschlag, Sonne ohne Ende. Die Spotter sind zahlreich vertreten wie noch nie an dieser EURO. Und es herrscht eine friedliche Stimmung wie noch nie. Ob es daran liegt, dass die französischen Grossmäuler durch Niederlagen gestopft worden waren? Die Russen bringen uns zwar um etliche Airlinercharter, aber die paar Biz-Rosinen waren den langen Nachmittag wert. Und nun noch ein paar alte Bekannte und -innen getroffen, was will man mehr...
Kilometer 241: Und auf einmal kommt alles zusammen, der Flugplan zählt 80 Privatjets an einem Tag. Natürlich kommen nicht alle, aber die die kommen, die haben es in sich. Aber da war noch was: Mitte Nachmittag wird die Bahn gedreht, fortan von Süden gelandet. Als Spotter, der gerne das Optimum rausholt und ungern was verpasst, wechsle ich die Position. Das geht gut bis... Bis der Scheich kommt. Der will doch tatsächlich wieder von Norden rein. Kurzes Zögern und da passierts. Auf Kurs 080, aufs Belvedere gerichtet, schaff ich es noch auf die Wiese, aber knipsen liegt nicht mehr drin. Verloren gegen A7-HHH, um ein paar Sekunden...
Kilometer 250: Er liegt nun schon mehr als 24 Stunden zurück. Ich habe das Fahrrad nicht angefasst seither. Aber ich habe das Gefühl, dass die Mühen sich gelohnt haben. Eigentlich könnte jedes Jahr Euro hier im Land sein. So fit fühlte ich mich schon eine Weile nicht mehr...
Gruss
JOELATBSL
Wednesday, June 25, 2008
SCHLAAAAAAAAND!
Es läuft die 90. Minute, es steht 2-2, das Spiel steht auf Messers Schneide. Sentürk hat für die Türken erst grad ausgleichen können. Nun bekommt Lahm den Ball. Lahm läuft in den Strafraum, könnte schiessen. Lahm schiesst. TOR!
Ein Moment, den ich nicht so schnell vergessen werde. Jetzt haben diese Türken dreimal in extremis Spiele ausgleichen und/oder drehen können. Das muss ihnen erst mal einer nachmachen, aber es war an der Zeit, dass ihnen jemand den Meister zeigte. Die Leistung der Türken übers Turnier gesehen war phänomenal. So viele Comeback muss man erst mal schaffen, aber solche Turniere sind doch nicht geschaffen, um alle vier Jahre eine neue Momentaufnahme hervorzubringen. Dänemark und Griechenland haben gewiss für tolle Stories gesorgt, aber stellen diese Nationen zwingend das Non-Plus-Ultra des europäischen Fussballs dar? Ich glaube eher nein.
Und da war noch mehr. Dieser Eindruck, dass die Türken mit ihrem Selbstbewusstsein alles, aber auch wirklich alles einnehmen können. Nicht zuletzt seit einem Staatsbesuch im Februar diesen Jahres in Deutschland macht der Staatschef auf mich einen etwas merkwürdigen Eindruck. Vielleicht ist das traditionell abgehobene (soll nicht bös gemeint sein, abheben kann versaut viel Spass machen!) Volk wenigstens mal ein paar Tage etwas realitätstreuer...
Achja, und ich habe heute um geschätzte 10 Sekunden A7-HHH vermufft, aber das ist mir im Moment scheissegal!
SCHLAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAND!
JOELATBSL
Ein Moment, den ich nicht so schnell vergessen werde. Jetzt haben diese Türken dreimal in extremis Spiele ausgleichen und/oder drehen können. Das muss ihnen erst mal einer nachmachen, aber es war an der Zeit, dass ihnen jemand den Meister zeigte. Die Leistung der Türken übers Turnier gesehen war phänomenal. So viele Comeback muss man erst mal schaffen, aber solche Turniere sind doch nicht geschaffen, um alle vier Jahre eine neue Momentaufnahme hervorzubringen. Dänemark und Griechenland haben gewiss für tolle Stories gesorgt, aber stellen diese Nationen zwingend das Non-Plus-Ultra des europäischen Fussballs dar? Ich glaube eher nein.
Und da war noch mehr. Dieser Eindruck, dass die Türken mit ihrem Selbstbewusstsein alles, aber auch wirklich alles einnehmen können. Nicht zuletzt seit einem Staatsbesuch im Februar diesen Jahres in Deutschland macht der Staatschef auf mich einen etwas merkwürdigen Eindruck. Vielleicht ist das traditionell abgehobene (soll nicht bös gemeint sein, abheben kann versaut viel Spass machen!) Volk wenigstens mal ein paar Tage etwas realitätstreuer...
Achja, und ich habe heute um geschätzte 10 Sekunden A7-HHH vermufft, aber das ist mir im Moment scheissegal!
SCHLAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAND!
JOELATBSL
Wednesday, May 28, 2008
Joelatbsl kocht - Die x-te
Die neueste Erkenntnis vom Rollenspiel bei dem ich eine Hausfrau imitiere: Der italienische Ausdruck "al dente" muss auf deutsch wohl "ungeduldig" heissen...
Gruss
JOELATBSL
Gruss
JOELATBSL
Thursday, May 15, 2008
Stadt von Welt
Letzte Woche drohte mal wieder die GAU. Die Grösste Anzunehmende Untätigkeit ist das, und die gilt es vor einem langen Wochenende wie Pfingsten tunlichst zu vermeiden. Also hielt ich am Mittwoch Ausschau nach gescheiten Flugtarifen nach ... London. Was hier tönt wie ein Widerspruch in sich, war ein Flug von Zürich (ja, ich weiss, ich weiss ...) nach London City und aus dem Molloch (Heathrow T2) wieder zurück nach Zürich und das ganze zu einem Preis, der tiefer war, als der Mindestpreis von Basel ins Schwarze Loch (Heathrow T5) und retour. Im Vornherein wurde mir noch das eine oder andere erzählt über den City Aiport. Ich kannte ihn von aussen, und war gespannt, wie es nun aussehen würde, wenn ich da mit Swissens Greifvogel-RJ100 reinstürzen würde. Ich muss sagen, ganz nett, aber ans Kotzprogramm mit dem Super Puma und den Taifun mit dem Jumbo kam es nicht ran...
Ein paar Stunden nach der Ankunft wurde ich dann auch noch auf britisch begrüsst, in Form eines Regenschauers. Erstaunlicherweise war dieser nicht von allzu langer Dauer und so verlief auch der ausnahmsweise Ausflug in die Innenstadt trocken. Ich hatte mir dieses leichte Kulturprogramm vorgenommen, um nicht immer erzählen zu müssen, ich sei in London gewesen, ohne auch nur ein bisschen der City gesehen zu haben:
Piccadilly Circus

Big Ben

Tower Bridge & HMS Belfast

Gatwick Airport

Ähm ja, schlussendlich war der Besuch in der City doch eher kurz und das Weekend stand doch mehrheitlich im Zeichen der Grosswildjagd. Aber es hat sich gelohnt, nicht nur der Walfische und Jungfrauen wegen... ;)
JOELATBSL
Ein paar Stunden nach der Ankunft wurde ich dann auch noch auf britisch begrüsst, in Form eines Regenschauers. Erstaunlicherweise war dieser nicht von allzu langer Dauer und so verlief auch der ausnahmsweise Ausflug in die Innenstadt trocken. Ich hatte mir dieses leichte Kulturprogramm vorgenommen, um nicht immer erzählen zu müssen, ich sei in London gewesen, ohne auch nur ein bisschen der City gesehen zu haben:
Piccadilly Circus
Big Ben
Tower Bridge & HMS Belfast
Gatwick Airport
Ähm ja, schlussendlich war der Besuch in der City doch eher kurz und das Weekend stand doch mehrheitlich im Zeichen der Grosswildjagd. Aber es hat sich gelohnt, nicht nur der Walfische und Jungfrauen wegen... ;)
JOELATBSL
Sunday, May 04, 2008
Leck mich!
"Immerhin rauchst du nicht!"
Ja, der Schloter (nein, nicht Karsten) hat Recht. Mein Suchtverhalten könnte durchaus negativer sein. Stundenlanges Lolli-Lutschen hat sicherlich weniger schlimme Auswirkungen als alle Viertelstunde eine Zigarette. Wers allerdings übertreibt, hat danach eine etwas überhöhte Rechnung vom Zahnarzt zu bezahlen. Man bewegt sich also auf einem schmalen Grat...
Doch wie kam es eigentlich dazu, dass ich dazu neige (manchmal mehr, manchmal aber auch weniger), auf Reisen immer mal wieder einen Lutscher einzustecken? Es war einmal vor vielen vielen Jahren, noch in meiner Schulpflicht. Wir waren unterwegs und tags zuvor musste ich meinen Proviant einkaufen. Kurz vor der Kasse hatte ich noch Bock auf etwas Süsses. Also fand eine Tüte Chupa Chups den Weg in den Einkaufskorb.
Am nächsten Tag zog ich selbige Tüte ohne Böses dabei zu denken wieder aus dem Rucksack. Doch anstatt dass der Vorrat nun den ganzen Tag gereicht hätte, musste ich mich mit einem Lutscher begnügen. Der Rest ging an lieb fragende Klassenkameraden und -innen. Damit mir das nicht noch einmal passierte, legte ich fortan einen grösseren Vorrat an.
Über Nacht war ich so in die verantwortungsvolle Position des Bereichsleiters Lolli-Einkauf aufgestiegen. Einige Zeit später, weitab von der Zivilisation, in einem Skilager in den Bündner Bergen erinnerte ich mich wieder daran. Nicht ohne Folgen, denn nach zwei Tagen sah ich mich mit einer ... ähm ... guten Frage ... konfrontiert:
"Du brauchst wohl auch ständig was zu schlecken?"
Ich hätte der netten Klassenkameradin ja gerne eine Antwort spendiert, doch spontan war ich erst mal sprachlos. Jahrelanges Hirnen diesbezüglich hat seither immer noch zu keinem Ergebnis geführt. Immerhin mal so viel: Durch die durchschnittlich 40-minütige Beschäftigung mit dem Lutscher ist mindestens eine Hand durchwegs beschäftigt. Der Kopf hat etwas, womit er die Hirnzellen unter Spannung halten kann. Der Proband könnte zum selben Zweck ja theoretisch auch rauchen...
JOELATBSL
P.S: Das Verfassen des Textes dauerte genau einen halben Lutscher... ;)
Ja, der Schloter (nein, nicht Karsten) hat Recht. Mein Suchtverhalten könnte durchaus negativer sein. Stundenlanges Lolli-Lutschen hat sicherlich weniger schlimme Auswirkungen als alle Viertelstunde eine Zigarette. Wers allerdings übertreibt, hat danach eine etwas überhöhte Rechnung vom Zahnarzt zu bezahlen. Man bewegt sich also auf einem schmalen Grat...
Doch wie kam es eigentlich dazu, dass ich dazu neige (manchmal mehr, manchmal aber auch weniger), auf Reisen immer mal wieder einen Lutscher einzustecken? Es war einmal vor vielen vielen Jahren, noch in meiner Schulpflicht. Wir waren unterwegs und tags zuvor musste ich meinen Proviant einkaufen. Kurz vor der Kasse hatte ich noch Bock auf etwas Süsses. Also fand eine Tüte Chupa Chups den Weg in den Einkaufskorb.
Am nächsten Tag zog ich selbige Tüte ohne Böses dabei zu denken wieder aus dem Rucksack. Doch anstatt dass der Vorrat nun den ganzen Tag gereicht hätte, musste ich mich mit einem Lutscher begnügen. Der Rest ging an lieb fragende Klassenkameraden und -innen. Damit mir das nicht noch einmal passierte, legte ich fortan einen grösseren Vorrat an.
Über Nacht war ich so in die verantwortungsvolle Position des Bereichsleiters Lolli-Einkauf aufgestiegen. Einige Zeit später, weitab von der Zivilisation, in einem Skilager in den Bündner Bergen erinnerte ich mich wieder daran. Nicht ohne Folgen, denn nach zwei Tagen sah ich mich mit einer ... ähm ... guten Frage ... konfrontiert:
"Du brauchst wohl auch ständig was zu schlecken?"
Ich hätte der netten Klassenkameradin ja gerne eine Antwort spendiert, doch spontan war ich erst mal sprachlos. Jahrelanges Hirnen diesbezüglich hat seither immer noch zu keinem Ergebnis geführt. Immerhin mal so viel: Durch die durchschnittlich 40-minütige Beschäftigung mit dem Lutscher ist mindestens eine Hand durchwegs beschäftigt. Der Kopf hat etwas, womit er die Hirnzellen unter Spannung halten kann. Der Proband könnte zum selben Zweck ja theoretisch auch rauchen...
JOELATBSL
P.S: Das Verfassen des Textes dauerte genau einen halben Lutscher... ;)
Wednesday, April 30, 2008
Der grosse goldene Adler
Man hat schon lesen können, er sehe aus, wie ein Tatoo eines Minenarbeiters. Man hat schon lesen können, er sei dort, oder dort, oder dort. Und tatsächlich war er woanders. Der Bock um den sich diese Message dreht hat es wahrlich in sich.
VP-CCC.
Den nicht so aviatik-bewandten Lesern wird das mal wieder nicht viel sagen, aber wer sich für die Luftfahrt allgemein und für arabische Privatflieger besonders interessiert, dessen Pulsschlag dürfte nun schon ein wenig höher sein.
Mein Pulsschlag hatte sich gestern Nachmittag auch geringfügig erhöht. Nicht so stark wie auch schon, dazu war ich zu lange in der Kälte (12 Grad, mit fortlaufender Dauer des Jahres steigen halt auch die Wetteransprüche) draussen. Aber ein bisschen wirds schon gewesen sein. Schliesslich setzt nicht jeden Tag so eine Prachtsmaschine in meinem Vorgarten auf.
Die Jagdvorbereitungen hatten schon lange vorher begonnen. In jenem sagenumwobenen Sommer 2006 zeigte sich CCCs kleiner Bruder bereits hier. Seither hielt sich hartnäckig das Gerücht, der grosse Bruder würde auch mal herkommen. Das Gerücht legte sich zeitweise allerdings auch so ähnlich ins Schlafen wie dieser Blog. Seit ein paar Stunden gings jedoch drunter und drüber. Die bisher dran arbeitende Firma lotste die Maschine zuerst ins Feindesland und dann wieder rauf nach Stansted. Von dort... wusste spontan niemand weiter. Noch nie hab ich wegen eines einzelnen Flugzeuges so viele Emails verschickt.
Aber eine Adresse fehlte mir:

Petrus'!
Seis drum...
JOELATBSL
VP-CCC.
Den nicht so aviatik-bewandten Lesern wird das mal wieder nicht viel sagen, aber wer sich für die Luftfahrt allgemein und für arabische Privatflieger besonders interessiert, dessen Pulsschlag dürfte nun schon ein wenig höher sein.
Mein Pulsschlag hatte sich gestern Nachmittag auch geringfügig erhöht. Nicht so stark wie auch schon, dazu war ich zu lange in der Kälte (12 Grad, mit fortlaufender Dauer des Jahres steigen halt auch die Wetteransprüche) draussen. Aber ein bisschen wirds schon gewesen sein. Schliesslich setzt nicht jeden Tag so eine Prachtsmaschine in meinem Vorgarten auf.
Die Jagdvorbereitungen hatten schon lange vorher begonnen. In jenem sagenumwobenen Sommer 2006 zeigte sich CCCs kleiner Bruder bereits hier. Seither hielt sich hartnäckig das Gerücht, der grosse Bruder würde auch mal herkommen. Das Gerücht legte sich zeitweise allerdings auch so ähnlich ins Schlafen wie dieser Blog. Seit ein paar Stunden gings jedoch drunter und drüber. Die bisher dran arbeitende Firma lotste die Maschine zuerst ins Feindesland und dann wieder rauf nach Stansted. Von dort... wusste spontan niemand weiter. Noch nie hab ich wegen eines einzelnen Flugzeuges so viele Emails verschickt.
Aber eine Adresse fehlte mir:
Petrus'!
Seis drum...
JOELATBSL
Thursday, April 24, 2008
Back on track
Guten Morgen
(Wir haben grad zwanzig nach Mitternacht...)
Ich bin wieder da. Während nach 6 Monaten normalerweise auch die übelste Anwendung kardio-pulmonaler Reanimation nicht mehr wirkt, reichen bei einem Blog ein paar Klicks und ein paar geschickte Tastenkombinationen um ihn aus dem scheinbar ewigen Tiefschlaf zu holen.
Nun, was hab ich denn ich den letzten Monaten so erlebt? Sagen wir es so, ich habe meine zweite Berufung versilbern können und toure grad mit grosser Freude schreibend durch die Region. Alle die mir einst eine Reporterkarriere vorausgesagt haben (Danke C., danke F.), haben also zumindest mal teilweise Recht behalten. Hättet ihr darauf gewettet, ihr könntet heute wohl schon etwas reicher sein...
Typisch Reporter ist wohl auch das Leben ohne ständige Begleitung in Form einer Freundin. Nun, die Ungebundenheit ist einiges wert, wenn man kurzfristig irgendwo hin verreisen will. Dennoch sei es hier mal dezent deklariert: Will mich jemand haben, ich wäre zu haben. Preisvorschläge bitte per PN...
Während dem also weiter niemand mich erfolgreich erobern konnte, habe ich dafür weiter Flughäfen Europas geentert. Zwei kleinere Abenteuer gen Süden haben meine Sammlung und mein Ego weiter anwachsen lassen. Ein zweistüdniger Langstreckenflug von Frankfurt nach Madrid und ein sechsstündiges Alpencrossing nach Mailand waren es auf jeden Fall wert. Wenn ich mal keinen Stoff mehr aus den kurzen T-shirt-Ärmeln schütteln kann, geb ich gerne auch mal was von jenen Touren zum besten...
So long...
JOELATBSL
(Wir haben grad zwanzig nach Mitternacht...)
Ich bin wieder da. Während nach 6 Monaten normalerweise auch die übelste Anwendung kardio-pulmonaler Reanimation nicht mehr wirkt, reichen bei einem Blog ein paar Klicks und ein paar geschickte Tastenkombinationen um ihn aus dem scheinbar ewigen Tiefschlaf zu holen.
Nun, was hab ich denn ich den letzten Monaten so erlebt? Sagen wir es so, ich habe meine zweite Berufung versilbern können und toure grad mit grosser Freude schreibend durch die Region. Alle die mir einst eine Reporterkarriere vorausgesagt haben (Danke C., danke F.), haben also zumindest mal teilweise Recht behalten. Hättet ihr darauf gewettet, ihr könntet heute wohl schon etwas reicher sein...
Typisch Reporter ist wohl auch das Leben ohne ständige Begleitung in Form einer Freundin. Nun, die Ungebundenheit ist einiges wert, wenn man kurzfristig irgendwo hin verreisen will. Dennoch sei es hier mal dezent deklariert: Will mich jemand haben, ich wäre zu haben. Preisvorschläge bitte per PN...
Während dem also weiter niemand mich erfolgreich erobern konnte, habe ich dafür weiter Flughäfen Europas geentert. Zwei kleinere Abenteuer gen Süden haben meine Sammlung und mein Ego weiter anwachsen lassen. Ein zweistüdniger Langstreckenflug von Frankfurt nach Madrid und ein sechsstündiges Alpencrossing nach Mailand waren es auf jeden Fall wert. Wenn ich mal keinen Stoff mehr aus den kurzen T-shirt-Ärmeln schütteln kann, geb ich gerne auch mal was von jenen Touren zum besten...
So long...
JOELATBSL
Tuesday, October 23, 2007
Be-Lux
Naja, eigentlich sollte das ja Benelux heissen, aber weil das Ne, also die Niederlanden auf dieser Tour nicht stattfand, lass ich es weg...
Tour ist ein gutes Stichwort. Ich war dieses Wochenende erstmals wieder im grösseren Stile auf der Jagd nach Schwermetall, nachdem ich vorher dreieinhalb Wochen lang zu grünen Ferien (man sagt dem in Helvetien auch WK) verknurrt worden war. Das eigentliche Ziel war Brüssel, doch auch gelegentliche Stopps unterwegs wollten natürlich nicht ungenutzt bleiben.
Den ersten, in Mannheim besprechen wir nur kurz, der hat so schon für genug Verwirrung gesorgt. Es hat nicht gereicht dass ich nicht mehr wusste wo ich denn bin, sondern die Herren im Cockpit liessen sich gleich noch damit verwirren.
Stopp Nummer zwei in Saarbrücken liess sich eigentlich ganz gemütlich an. Von zwei Cirrus passte eine in die Sammlung. Dann gings zu Contact Air. Und ich muss sagen, von den Security-Leuten dort bin ich echt beeindruckt. Leider im negativen Sinne. Mir ist schon klar dass diese Leute nicht fürs hübsch-dreinsehen engagiert sind, aber seinen Anschiss und seine Unfähigkeit so öffentlich zur Schau stellen ist dann doch etwas zu viel des Bösen.
Darum fahren wir auch gleich weiter nach Luxembourg, dem dritten Etappenort. Der Platz ist eine Unbekannte, da man nie so recht weiss, wieviele Jumbos und Russen denn da rumstehen mögen, nebst den langweilig-berechenbaren Luxairs. Schliesslich standen da zwei An-26 und 5 Jumbos. Eine Antonov war sogar gut zum knipsen, also krallte ich mir meinen Apparillo und schraubte ihn aufs Stativ, wollte zielen und ... und .... und ... äh ... und der Auslöser wollte nicht mehr. Na toll, kaum unterwegs streikt schon die Kamera. Zum Glück hab ich so tolle Kollegen wie das Flittchen, die mir dann gerne mal die Ersatzkamera anvertrauen. Damit konnte ich die Aero Charter doch noch einsacken. Und Flittchen gebührt auf diesem Wege noch mal ein herzliches Dankeschön!
Die nächsten paar hundert Kilometer verbrachte ich schlafend und als ich wieder aufwachte waren wir schon in Brüssel. Ich kann mich noch blass an den Bruder des Security-Mannes erinnern, der uns bei dem Bizjet-Laden zu verscheuchen versuchte. Naja, der war zwar bemerkenswert schnell draussen aus seiner warmen Stube, aber bis der uns erreichte waren wir fertig und weg...
Ein paar Stunden später, immer noch am selben Platz und mit halb gefüllten Karten liess dann die Action auch immer mehr nach. Brussels Airlines Avro reihte sich an Brussels Airlines Bobby und die Versuchung war gross, sich nochmal ein Nickerchen zu gönnen. Denkste! Da rollt ein Chinese (Hainan) zur Südbahn. Den ganzen Tag hatte niemand dieses Manöver gewagt und auf einmal sowas. Na dann, gings halt unter Protest los zum Hügel beim Gefängnis. Gesehen hat uns bei der Verschiebung niemand, denn die Staubwolke hinterm Auto hat uns unkenntlich gemacht!
Ich hoffe ihr konntet bei dem Absatz kurz durchatmen, denn es bleibt stressig. Kaum hatten wir die Hainan erledigt, machte sich ein Jumbo an, auf der Nordbahn zu landen. Bis dahin reichte es nicht mehr ganz, aber immerhin hab ich jetzt ein Bild von einer 747 mit Häusermeer. Hat auch was.
Durch Steenokkerzeel durch gings zurück zur Südbahn, nur um gleich wieder einen One-Eighty hinzulegen. Die Germano-Belgo-Holländische Spottermeute hatte sich soeben zur Nordbahn aufgemacht, weswegen auch immer. Was es dann am Friedhof zu erlegen gab, erzähl ich euch später... ;)
Einen schönen Abend vorerst mal... ;)
JOELATBSL
Tour ist ein gutes Stichwort. Ich war dieses Wochenende erstmals wieder im grösseren Stile auf der Jagd nach Schwermetall, nachdem ich vorher dreieinhalb Wochen lang zu grünen Ferien (man sagt dem in Helvetien auch WK) verknurrt worden war. Das eigentliche Ziel war Brüssel, doch auch gelegentliche Stopps unterwegs wollten natürlich nicht ungenutzt bleiben.
Den ersten, in Mannheim besprechen wir nur kurz, der hat so schon für genug Verwirrung gesorgt. Es hat nicht gereicht dass ich nicht mehr wusste wo ich denn bin, sondern die Herren im Cockpit liessen sich gleich noch damit verwirren.
Stopp Nummer zwei in Saarbrücken liess sich eigentlich ganz gemütlich an. Von zwei Cirrus passte eine in die Sammlung. Dann gings zu Contact Air. Und ich muss sagen, von den Security-Leuten dort bin ich echt beeindruckt. Leider im negativen Sinne. Mir ist schon klar dass diese Leute nicht fürs hübsch-dreinsehen engagiert sind, aber seinen Anschiss und seine Unfähigkeit so öffentlich zur Schau stellen ist dann doch etwas zu viel des Bösen.
Darum fahren wir auch gleich weiter nach Luxembourg, dem dritten Etappenort. Der Platz ist eine Unbekannte, da man nie so recht weiss, wieviele Jumbos und Russen denn da rumstehen mögen, nebst den langweilig-berechenbaren Luxairs. Schliesslich standen da zwei An-26 und 5 Jumbos. Eine Antonov war sogar gut zum knipsen, also krallte ich mir meinen Apparillo und schraubte ihn aufs Stativ, wollte zielen und ... und .... und ... äh ... und der Auslöser wollte nicht mehr. Na toll, kaum unterwegs streikt schon die Kamera. Zum Glück hab ich so tolle Kollegen wie das Flittchen, die mir dann gerne mal die Ersatzkamera anvertrauen. Damit konnte ich die Aero Charter doch noch einsacken. Und Flittchen gebührt auf diesem Wege noch mal ein herzliches Dankeschön!
Die nächsten paar hundert Kilometer verbrachte ich schlafend und als ich wieder aufwachte waren wir schon in Brüssel. Ich kann mich noch blass an den Bruder des Security-Mannes erinnern, der uns bei dem Bizjet-Laden zu verscheuchen versuchte. Naja, der war zwar bemerkenswert schnell draussen aus seiner warmen Stube, aber bis der uns erreichte waren wir fertig und weg...
Ein paar Stunden später, immer noch am selben Platz und mit halb gefüllten Karten liess dann die Action auch immer mehr nach. Brussels Airlines Avro reihte sich an Brussels Airlines Bobby und die Versuchung war gross, sich nochmal ein Nickerchen zu gönnen. Denkste! Da rollt ein Chinese (Hainan) zur Südbahn. Den ganzen Tag hatte niemand dieses Manöver gewagt und auf einmal sowas. Na dann, gings halt unter Protest los zum Hügel beim Gefängnis. Gesehen hat uns bei der Verschiebung niemand, denn die Staubwolke hinterm Auto hat uns unkenntlich gemacht!
Ich hoffe ihr konntet bei dem Absatz kurz durchatmen, denn es bleibt stressig. Kaum hatten wir die Hainan erledigt, machte sich ein Jumbo an, auf der Nordbahn zu landen. Bis dahin reichte es nicht mehr ganz, aber immerhin hab ich jetzt ein Bild von einer 747 mit Häusermeer. Hat auch was.
Durch Steenokkerzeel durch gings zurück zur Südbahn, nur um gleich wieder einen One-Eighty hinzulegen. Die Germano-Belgo-Holländische Spottermeute hatte sich soeben zur Nordbahn aufgemacht, weswegen auch immer. Was es dann am Friedhof zu erlegen gab, erzähl ich euch später... ;)
Einen schönen Abend vorerst mal... ;)
JOELATBSL
Tuesday, September 18, 2007
Bin wieder dahaaa!
Ja, ich bin wieder da. Scharfsinnig wie nie zuvor und diesmal nehme ich auf gar nichts mehr Rücksicht. Und vor allem auf niemanden mehr...!!!!
Inspiriert von einem gnadenlosen Selbstdarsteller neuseeländischer Herkunft, den ich bei der Suche nach irgendwelchen Rugby-Newshäppchen entdeckt habe, habe ich die Freude des Bloggens wiederentdeckt. Jedi, so sein Künstlername, beherrscht ein Englisch, wie es seinesgleichen sucht, und das nicht bloss seines Kiwi-Akzentes wegen. Die geballte Mischung von Fluchwörtern und faulen Sprüchen hat es einfach in sich. Wer sich traut kann ja mal vorbei schauen, unter:
www.arcRugby.co.nz
Nun, neben Jedi hat mich natürlich auch die WM an sich begeistert, denn seit ich vor zwei Jahren sechs Wochen lang so viel Rugby reingezogen hab, dass es einfach an mir hängenbleiben MUSSTE, versuche ich auch von der Schweiz, einem Land in dem dieser Sport so gut wie gar nicht existiert, aus das Geschehen so gut es geht zu verfolgen. Verzögerungen im grösseren Stil sind dabei an der Tagesordnung. Ich gelobe Besserung.
Das Turnier begann für Gastgeber Frankreich mit einer knappen, aber schmerzvollen Niederlage gegen die Pumas aus Argenitinien. Ebenfalls nicht so recht in die Gänge kamen die Engländer, die gegen die USA Eagles nur knapp gewinnen konnten und die Iren, die sich gegen Namibia gerade so durchsetzen. Klare Siege gab es für die Turnierfavoriten Australien (gegen Japan), Neuseeland (gegen Italien) und auch für die Springboks aus Südafrika, wenn auch das Spiel gegen Samoa einen Verletzten (Jean de Villiers) und einen für vier Spiele gesperrten (Schalk Burger, nach einem etwas gar hohen Tackling) forderte.
Die zweite Woche sah eine gnadenlose Demontage der Titelverteidiger aus England durch die Springboks, den zweiten hohen Sieg der All Blacks aus Neuseeland (diesmal gegen Portugal), eine abgeklärte Leistung der australischen Wallabies gegen Wales, die mit einem 32-20 Sieg belohnt wurde und einen herben Befreiungsschlag für die Grande Nation (Frankreich, für jene, für die das nicht so klar sein sollte) in Form eines 87-10 gegen Namibia. Tonga schlug im Pazifik-Insel-Fight Samoa knapp mit 19-15 und darf sich nun im Falle eines Sieges über die Engländer schon aufs Viertelfinale freuen!
Und wenn dann der World Cup mal vorbei sein sollte, gibts auch wieder neues von der Spotterfront. Glaubt ja nicht, dass sich da nichts tut... ;)
So long...
JOELATBSL
Inspiriert von einem gnadenlosen Selbstdarsteller neuseeländischer Herkunft, den ich bei der Suche nach irgendwelchen Rugby-Newshäppchen entdeckt habe, habe ich die Freude des Bloggens wiederentdeckt. Jedi, so sein Künstlername, beherrscht ein Englisch, wie es seinesgleichen sucht, und das nicht bloss seines Kiwi-Akzentes wegen. Die geballte Mischung von Fluchwörtern und faulen Sprüchen hat es einfach in sich. Wer sich traut kann ja mal vorbei schauen, unter:
www.arcRugby.co.nz
Nun, neben Jedi hat mich natürlich auch die WM an sich begeistert, denn seit ich vor zwei Jahren sechs Wochen lang so viel Rugby reingezogen hab, dass es einfach an mir hängenbleiben MUSSTE, versuche ich auch von der Schweiz, einem Land in dem dieser Sport so gut wie gar nicht existiert, aus das Geschehen so gut es geht zu verfolgen. Verzögerungen im grösseren Stil sind dabei an der Tagesordnung. Ich gelobe Besserung.
Das Turnier begann für Gastgeber Frankreich mit einer knappen, aber schmerzvollen Niederlage gegen die Pumas aus Argenitinien. Ebenfalls nicht so recht in die Gänge kamen die Engländer, die gegen die USA Eagles nur knapp gewinnen konnten und die Iren, die sich gegen Namibia gerade so durchsetzen. Klare Siege gab es für die Turnierfavoriten Australien (gegen Japan), Neuseeland (gegen Italien) und auch für die Springboks aus Südafrika, wenn auch das Spiel gegen Samoa einen Verletzten (Jean de Villiers) und einen für vier Spiele gesperrten (Schalk Burger, nach einem etwas gar hohen Tackling) forderte.
Die zweite Woche sah eine gnadenlose Demontage der Titelverteidiger aus England durch die Springboks, den zweiten hohen Sieg der All Blacks aus Neuseeland (diesmal gegen Portugal), eine abgeklärte Leistung der australischen Wallabies gegen Wales, die mit einem 32-20 Sieg belohnt wurde und einen herben Befreiungsschlag für die Grande Nation (Frankreich, für jene, für die das nicht so klar sein sollte) in Form eines 87-10 gegen Namibia. Tonga schlug im Pazifik-Insel-Fight Samoa knapp mit 19-15 und darf sich nun im Falle eines Sieges über die Engländer schon aufs Viertelfinale freuen!
Und wenn dann der World Cup mal vorbei sein sollte, gibts auch wieder neues von der Spotterfront. Glaubt ja nicht, dass sich da nichts tut... ;)
So long...
JOELATBSL
Tuesday, July 03, 2007
Frust!
Ich gebs ja zu, dieser Blog war zuletzt etwas gar schläfrig. Aber jetzt hab ich es nötig mal wieder Dampf abzulassen.
Da gibts doch diese Expressfrachtbetriebe, dank denen man sich Dinge für viel Geld ein wenig schneller zukommen lassen kann. Und genau so einer ist mir heute gewaltig auf die Nerven gegangen. Fedex. Mit zwei Flügen pro Wochentag werden da in Basel Pakete eingeflogen. Ausser heute, der Morgenflug kam nicht. Für einen aufmerksamen Spotter Grund genug, mal die Ohren zu spitzen, denn gerade die Expressfrachter sind doch auf eine zuverlässige Lieferung angewiesen und heuern dann gern mal ein fremdes Flugzeug an. So auch heute. Aus dem "gewöhnlichen" Fedex A310 wurde ein A300 von Air Contractors.
Und ich hatte natürlich nichts besseres zu tun als die Alinghi Bretzel-fressend vor dem Fernseher zu unterstützen...
Wie gewonnen so zerronnen...
JOEL
Da gibts doch diese Expressfrachtbetriebe, dank denen man sich Dinge für viel Geld ein wenig schneller zukommen lassen kann. Und genau so einer ist mir heute gewaltig auf die Nerven gegangen. Fedex. Mit zwei Flügen pro Wochentag werden da in Basel Pakete eingeflogen. Ausser heute, der Morgenflug kam nicht. Für einen aufmerksamen Spotter Grund genug, mal die Ohren zu spitzen, denn gerade die Expressfrachter sind doch auf eine zuverlässige Lieferung angewiesen und heuern dann gern mal ein fremdes Flugzeug an. So auch heute. Aus dem "gewöhnlichen" Fedex A310 wurde ein A300 von Air Contractors.
Und ich hatte natürlich nichts besseres zu tun als die Alinghi Bretzel-fressend vor dem Fernseher zu unterstützen...
Wie gewonnen so zerronnen...
JOEL
Friday, May 04, 2007
Vodka
Die neueste Vodka-Episode von Larry Huras:
Der Coach liess jeweils vor den Spielen eine Vodkaflasche in der Kabine umgehen. Jeder Spieler nahm einen Schluck. Gegen Kanada gabs jeweils zwei. Und so wie die heute Abend rumkurven müssen das mindestens drei gewesen sein!
Gruss
JOELATBSL
Der Coach liess jeweils vor den Spielen eine Vodkaflasche in der Kabine umgehen. Jeder Spieler nahm einen Schluck. Gegen Kanada gabs jeweils zwei. Und so wie die heute Abend rumkurven müssen das mindestens drei gewesen sein!
Gruss
JOELATBSL
Eishockey WM
Gestern mal bei den französisch-schweizerischen Kollegen Eishockey geschaut und auf Larry Huras' Comments gehört:
Der Referee ist konstant. Er war am Anfang schlecht und ist es immer noch!
Die Wahl des besten Spielers der Partie ist der Beweis dafür, dass in der VIP-Lounge der Vodka gratis und à discrétion ist!
Mal sehen was Larry heute so zu erzählen hat...;)
JOELATBSL
Der Referee ist konstant. Er war am Anfang schlecht und ist es immer noch!
Die Wahl des besten Spielers der Partie ist der Beweis dafür, dass in der VIP-Lounge der Vodka gratis und à discrétion ist!
Mal sehen was Larry heute so zu erzählen hat...;)
JOELATBSL
Thursday, April 26, 2007
Markige Sprüche
Lustiges hört man derzeit auf den Spotterplätzen. Scheinbar haben alle etwas heiss:
Ich geh nicht auf Plätze, auf denen es Jumbos hat!
Ein anonymer Zürcher Spotter freut sich darüber, dass keine MASkargo 747, sondern nur eine Antonov 12 kommt...
Privatjet? Nehm ich nicht auf!
Und der Elsässer nervt sich danach, dass er A6-SMS nicht geknipst hat...
Gruss
JOELATBSL
Ich geh nicht auf Plätze, auf denen es Jumbos hat!
Ein anonymer Zürcher Spotter freut sich darüber, dass keine MASkargo 747, sondern nur eine Antonov 12 kommt...
Privatjet? Nehm ich nicht auf!
Und der Elsässer nervt sich danach, dass er A6-SMS nicht geknipst hat...
Gruss
JOELATBSL
Wednesday, March 28, 2007
Log
Unter einem Log verstehe ich normalerweise die mehr oder weniger übersichtliche Anhäufung von Buchstaben, die aufzählt, was an einem bestimmten Tag an einem bestimmten Ort was für Flugzeuge sich gezeigt haben. Doch nun hat mich eine VWL-Dozentin einigermassen perplex gemacht:
"...um das zu berechnen brauchen wir Logs..."
Mit Logs meint sie Logarithmen! Uni kann soooo demoralisierend sein...
JOELATBSL
"...um das zu berechnen brauchen wir Logs..."
Mit Logs meint sie Logarithmen! Uni kann soooo demoralisierend sein...
JOELATBSL
Saturday, March 24, 2007
Bierdusche
Regen macht ja bekanntlich schön. Mit etwas Fantasie lässt sich eine Dusche dann auch in einen Regen ummünzen, womit also auch eine Dusche schön macht.
Wie ist es dann mit Bierduschen? Machen die schön und erfrischend? ^^
JOELATBSL
Wie ist es dann mit Bierduschen? Machen die schön und erfrischend? ^^
JOELATBSL
Thursday, March 22, 2007
Gedacht - Gebloggt
Naja, Flittchen hat heute das Denken für mich übernommen, aber der Satz ist schon nicht übel:
Warum kann ich nicht einfach auf Mainstream abfahren?!?
JOELATBSL
Warum kann ich nicht einfach auf Mainstream abfahren?!?
JOELATBSL
Thursday, March 08, 2007
Spottergehege
"Das ist schön zum Gucken, da fühlt man sich auch gar nicht wie in einem Gehege!"

Die Hamburger Flughafenterrasse, schöne Aussichten...
JOELzumGlückatBSL
Die Hamburger Flughafenterrasse, schöne Aussichten...
JOELzumGlückatBSL
Sunday, March 04, 2007
Schwäbisch für Spotter
Aus aktuellem Anlass ein paar Ausdrücke die man in der Region Stuttgart verstehen sollte:
"Brauch' koi Mensch"
"Schön für dich, aber dieses Flugzeug habe ich schon einmal gesehen." (So einfach lässt sich Freude verderben)
"Hat 'n Bart"
"Dieser Flieger in Ehren, aber der war schon mehr als zehn Mal da." (Da aus Germanwings Gaywings wurde sind folglich bärtige Personen schwul...)
"Bock"
Flugzeug (der Schreiberling ist zwar ein Grossmaul, aber auf so kurz-prägnante Ausdrücke zu antworten ist auch nicht sein Ding...)
"Schroooooott!"
"Hab ich schon!" (Ähnlichkeiten zu einem Posting aus dem Januar sind reiner Zufall...)
"Ah. Drei Pfirsich."
"Airbus A340" (betrifft zwar selten Stuttgart, man will aber auch über andere Airports geredet haben)
"Dreiloch"
Flugzeug mit drei Triebwerken (folglich ist der Dreiloch-Mayer das Äquivalent zum 727-Flittchen)
"Dummbo"
Boeing 747, Jumbo Jet (CW, kommt das vom Elefanten Dumbo oder von "dumm"? Betrifft allerdings auch eher selten Stuttgart...)
"Problembär"
D-AKNO
"Siech"
Spotter (Aber aufpassen mit Titeln wie Obersiech, die sind vergeben!)
"Bitch"
Beech, egal welche Serie (Hrrr, auch die Fraktion Augsburg soll ihr Fett abbekommen...)
Wirsing, Wirrsinn, Widrsinn, Widrsenn, Wiedersenn, WIEDERSEHN!
JOELATBSL
"Brauch' koi Mensch"
"Schön für dich, aber dieses Flugzeug habe ich schon einmal gesehen." (So einfach lässt sich Freude verderben)
"Hat 'n Bart"
"Dieser Flieger in Ehren, aber der war schon mehr als zehn Mal da." (Da aus Germanwings Gaywings wurde sind folglich bärtige Personen schwul...)
"Bock"
Flugzeug (der Schreiberling ist zwar ein Grossmaul, aber auf so kurz-prägnante Ausdrücke zu antworten ist auch nicht sein Ding...)
"Schroooooott!"
"Hab ich schon!" (Ähnlichkeiten zu einem Posting aus dem Januar sind reiner Zufall...)
"Ah. Drei Pfirsich."
"Airbus A340" (betrifft zwar selten Stuttgart, man will aber auch über andere Airports geredet haben)
"Dreiloch"
Flugzeug mit drei Triebwerken (folglich ist der Dreiloch-Mayer das Äquivalent zum 727-Flittchen)
"Dummbo"
Boeing 747, Jumbo Jet (CW, kommt das vom Elefanten Dumbo oder von "dumm"? Betrifft allerdings auch eher selten Stuttgart...)
"Problembär"
D-AKNO
"Siech"
Spotter (Aber aufpassen mit Titeln wie Obersiech, die sind vergeben!)
"Bitch"
Beech, egal welche Serie (Hrrr, auch die Fraktion Augsburg soll ihr Fett abbekommen...)
Wirsing, Wirrsinn, Widrsinn, Widrsenn, Wiedersenn, WIEDERSEHN!
JOELATBSL
Wednesday, February 14, 2007
Wir sind Weltmeister!
Wird glaub langsam Zeit dass ich mich mal über meine skifahrenden Landsleute und Vorbilder äussere...
Schon nach dem allerersten Rennen der diesjährigen alpinen Ski-Weltmeisterschaften erfüllte mich ein Gefühl der Genugtuung. Ich hatte mich neben einer Flasche Cola und einer Packung Salzbrezel im Fernsehsessel eingenistet und harrte der Dinge. Die Erwartungen für den Super-G waren... naja ... bescheiden. Der Südtiroler (Sorry, aber die wollen doch partout nicht Italiener genannt werden, oder? Mir ist es recht so...) Patrick Staudacher legte früh eine Zeit vor, die so schnell keiner nur annähernd erreichen sollte. Auch Bruno Kernen nicht. Der Berner Oberländer ist ein begnadeter Skifahrer und zudem von den momentan aktiven Schweizern der Bestdekorierte. Er war mit seiner Fahrt nicht zufrieden, lag er doch sechzig Hundertstel hinter dem Führenden zurück. Doch es drehte sich plötzlich zugunsten Kernens. Fahrer um Fahrer kam nicht an seine Zeit heran. Bloss der alte Österreicher-Fuchs Fritz "the Cat" Strobl vermochte sich noch vor ihn zu setzen und Staudacher wurde gar nicht mehr überboten. Die erste Medaille für die Schweiz war da, der alte Kernen hatte es mal wieder gerichtet...
Dann die Superkombi. Der eine Slalomlauf fand zu einer Zeit statt, in der sich normalerweise zum ersten Mal der Magen zu Wort meldet. Also griff ich wieder zu ungesunden Mitteln, wiederum zu Salzbrezeln. Diesmal waren die Schweizer, und zwar gleich alle vier, ernsthaft als Kandidaten fürs Podest gehandelt worden. Allen voran die jungen Himmelsstürmer Daniel Albrecht und Marc Berthod. Letzterer hatte jüngst in Adelboden einen Riesencoup gelandet und den Slalom gewonnen, derweil sich Albrecht gemäss eigener Aussage dahinter in Ruhe vorbereiten konnte. Silvan Zurbriggen zeigte als erster der Schweizer wo denn Bartli den Most zu holen pflegt. Eine beherzte Leistung war es, die mit Rang sieben belohnt wurde. Danach Marc Berthod: Auch er mit einer sehr beherzten Slalomleistung. Doch er war alles andere als zufrieden und wirkte folglich beim Interview leicht angesäuert. Berechtigt? Womöglich, denn die besten Skifahrer der Gegenwart standen in den Personen von Bode Miller und Aksel Lund Svindal ja noch oben. Didier Defago zeigte ebenfalls was er konnte, fiel jedoch knapp hinter Berthod zurück und wurde schliesslich Vierter. Daniel Albrecht zeigte dann, gegen die Zeit des mittlerweile Führenden Benni Raich, einen Superlauf und klassierte sich einen Wimpernschlag (also genau acht Hundertstelsekunden) vor dem Österreicher. Ich ging von Bronze aus. Doch Miller und Schwinginstal (-> Svindal) blieben hinter meinen Landsmännern zurück. Die jungen Abräumer hatten also zugeschlagen!
Und heute die Krönung. Ihr werdet es schon gedacht haben. Natürlich hatte ich es mir wiederum mit einer Packung Salzbrezel im Fernsehsessel gemütlich gemacht. Und wieder durfte ich grossen Skisport erleben. Keine gutgepolsterten Anja Ps und keine fahrenden Lazarette (Hermann M. und Janica K. lassen grüssen...) sondern technische Perfektion und absolute Waghalsigkeit machten den Unterschied. Der unwiderstehliche Svindal holte sein zweites Gold, der wilde und unbekümmerte Albrecht seine zweite Medaille (diesmal eine silberne) und der bislang bedauernswerte Dider Cuche holte mit Bronze seine allererste Medaille an einer WM. Zu oft hatte er diese Saison schon wegen Hundersteln Rennerfolge und Podeste verpasst, doch diesmal ging es für ihn aus.
Und die Österreicher? Die durften sich im eigenen ORF ABBAs Waterloo anhören. Und glaubt es mir, nicht grundlos... :D
JOELATBSL
Schon nach dem allerersten Rennen der diesjährigen alpinen Ski-Weltmeisterschaften erfüllte mich ein Gefühl der Genugtuung. Ich hatte mich neben einer Flasche Cola und einer Packung Salzbrezel im Fernsehsessel eingenistet und harrte der Dinge. Die Erwartungen für den Super-G waren... naja ... bescheiden. Der Südtiroler (Sorry, aber die wollen doch partout nicht Italiener genannt werden, oder? Mir ist es recht so...) Patrick Staudacher legte früh eine Zeit vor, die so schnell keiner nur annähernd erreichen sollte. Auch Bruno Kernen nicht. Der Berner Oberländer ist ein begnadeter Skifahrer und zudem von den momentan aktiven Schweizern der Bestdekorierte. Er war mit seiner Fahrt nicht zufrieden, lag er doch sechzig Hundertstel hinter dem Führenden zurück. Doch es drehte sich plötzlich zugunsten Kernens. Fahrer um Fahrer kam nicht an seine Zeit heran. Bloss der alte Österreicher-Fuchs Fritz "the Cat" Strobl vermochte sich noch vor ihn zu setzen und Staudacher wurde gar nicht mehr überboten. Die erste Medaille für die Schweiz war da, der alte Kernen hatte es mal wieder gerichtet...
Dann die Superkombi. Der eine Slalomlauf fand zu einer Zeit statt, in der sich normalerweise zum ersten Mal der Magen zu Wort meldet. Also griff ich wieder zu ungesunden Mitteln, wiederum zu Salzbrezeln. Diesmal waren die Schweizer, und zwar gleich alle vier, ernsthaft als Kandidaten fürs Podest gehandelt worden. Allen voran die jungen Himmelsstürmer Daniel Albrecht und Marc Berthod. Letzterer hatte jüngst in Adelboden einen Riesencoup gelandet und den Slalom gewonnen, derweil sich Albrecht gemäss eigener Aussage dahinter in Ruhe vorbereiten konnte. Silvan Zurbriggen zeigte als erster der Schweizer wo denn Bartli den Most zu holen pflegt. Eine beherzte Leistung war es, die mit Rang sieben belohnt wurde. Danach Marc Berthod: Auch er mit einer sehr beherzten Slalomleistung. Doch er war alles andere als zufrieden und wirkte folglich beim Interview leicht angesäuert. Berechtigt? Womöglich, denn die besten Skifahrer der Gegenwart standen in den Personen von Bode Miller und Aksel Lund Svindal ja noch oben. Didier Defago zeigte ebenfalls was er konnte, fiel jedoch knapp hinter Berthod zurück und wurde schliesslich Vierter. Daniel Albrecht zeigte dann, gegen die Zeit des mittlerweile Führenden Benni Raich, einen Superlauf und klassierte sich einen Wimpernschlag (also genau acht Hundertstelsekunden) vor dem Österreicher. Ich ging von Bronze aus. Doch Miller und Schwinginstal (-> Svindal) blieben hinter meinen Landsmännern zurück. Die jungen Abräumer hatten also zugeschlagen!
Und heute die Krönung. Ihr werdet es schon gedacht haben. Natürlich hatte ich es mir wiederum mit einer Packung Salzbrezel im Fernsehsessel gemütlich gemacht. Und wieder durfte ich grossen Skisport erleben. Keine gutgepolsterten Anja Ps und keine fahrenden Lazarette (Hermann M. und Janica K. lassen grüssen...) sondern technische Perfektion und absolute Waghalsigkeit machten den Unterschied. Der unwiderstehliche Svindal holte sein zweites Gold, der wilde und unbekümmerte Albrecht seine zweite Medaille (diesmal eine silberne) und der bislang bedauernswerte Dider Cuche holte mit Bronze seine allererste Medaille an einer WM. Zu oft hatte er diese Saison schon wegen Hundersteln Rennerfolge und Podeste verpasst, doch diesmal ging es für ihn aus.
Und die Österreicher? Die durften sich im eigenen ORF ABBAs Waterloo anhören. Und glaubt es mir, nicht grundlos... :D
JOELATBSL
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