Thursday, March 29, 2012

Zurück in meiner zweiten Heimat

Es war ein Sonntag wie viele andere. Oder halt eben auch nicht ...

Dreieinhalb Monate ohne ein Foto von meinem Heimairport sind vermutlich meine persönliche Bestleistung seit 2004 und alle meine Freunde, die ich getroffen habe bestätigten mir dies auch. Ich kam mir beinahe so vor, als wäre ich seit dreieinhalb Jahren nicht mehr aufgetaucht. Rugby schauen im Pub, Fasnacht, Shoppen mit Stäubchen und Belle, Skifahren im Dauerschneefall und zwischen durch gar arbeiten machten mir mein Hobby-Leben nicht immer einfach.

Aber dann wars halt eben doch wieder wie früher, mit dem holländischen Langstreckenbomber:



Mit easyJet-Feuer aus allen Rohren:



Brit Air. Also, ähm, doch nicht ganz wie früher:



Und bei Air Berlin wurde es sogar noch sentimental:



Sentimental ging es auch neben der Piste zu und her. Wie habe ich die Fachsimpeleien vermisst, die Erinnerungen an gute alte Zeiten, an denen ich mit viel Verpflegung gegen Mittag aufgetaucht und stets kurz vor Sonnenaufgang wieder abgezogen bin. Vielleicht ist es ja bald mal wieder so weit ... :)

Monday, January 30, 2012

Gedacht - gebloggt

Tod und Hass den Selbstmordattentätern!

Sunday, January 29, 2012

Back into the mix

Aua, meine Knochen! Ich werde so langsam alt!

Meine ersten Gedanken als am Samstag früh mein Handy mich weckte waren eher schmerzvoll als von Vorfreude geprägt. Doch ich konnte mich doch nicht einfach so hängen lassen. Das geht an vielen Samstagen im Jahr, aber nicht am WEF-Samstag. In Zürich warteten dutzende Flieger darauf, von mir fotografiert zu werden.

Gehetzt gings an den Bahnhof und von dort mit dem TGV durch die verschneite Landschaft nach Zürich. TGV und Schnee? Nein, passt definitiv nicht. TGV assoziiere ich mit Paris, mit Frankreich allgemein, mit schönen Frauen und schönem, warmem Wetter. Zum Glück dauert die Reise nach Zürich nicht mal eine Stunde und im dortigen Hauptbahnhof hatte mich für das letzte Teilstück zum Airport auch die SBB wieder.

Draussen auf der Besucherterrasse wollte ich mit dem Fotografieren loslegen. Eigentlich. Doch erst wurden Hände geschüttelt. Franzosen, Deutsche, Österreicher, ein paar Schweizer und ein einsamer Neuseeländer, irgendwie kenne ich zu viele Leute. Für ein Foto oder zwei reichte es, da wartete schon der Tourbus auf mich. Der Kollege, den es seit Jahren nach einem BBJ lüstet hatte mich dazu überredet. Nun lasse ich ein paar Bilder sprechen, meine Knochen wollen geschont werden:











Friday, January 27, 2012

Ich

Eigentlich wollte ich mich hier und jetzt an Hansi Hinterseer auslassen, aber dann habe ich mich doch noch besinnen mögen und habe stattdessen meine volle Aufmerksamkeit auf mich gelenkt:

Ich bin

- gebildet
- ausgebildet (so ca.)
- weitergebildet (naja)
- ab und zu irgendwo abgebildet

Und sonst bin ich vor allem eingebildet. Jawoll, manchmal fühlt sich Einbildung richtig gut an!

Friday, January 20, 2012

Sack

Biologie war noch nie mein Ding. Aber dafür habe ich ja Kollegen/-innen, die mir solche Dinge immer wieder gerne erklären.

" ... weil ... ich habe ja vorne keinen Sack!"

Stimmts, Stäubchen?

Monday, November 15, 2010

Try Time!

Was hier folgt ist für mich irgendwie einfach schwierig, auf deutsch zu beschreiben, da ich mir meine Rugbymatches immer noch gezwungenermassen entweder auf Französisch oder Englisch reinziehe. Es soll eine Beschreibung dessen sein, was sich letztes Wochenende in den "Headquarters of Rugby", der grossen Arena von Twickenham im Süden Londons abspielte. Und nicht nur dort ...

It doesn't get any bigger - Twickenham is THE place for any important Rugby match. In recent years clashes between England and Australia were a bit one-sided due to the Rose XV's inability to disconnect from a game plan that was to cart up the ball and then give it to their goalkicker. And even in cold November, something different was brewing over Twickenham.

"Archi-comble" sagen die Franzosen dem, wenn das Stadion ausverkauft ist. Und so gehört es sich für einen Wettkampf zwischen Pommies und Aussies. 82000 gehen in "HQ" rein und ebenso viele waren da. Entweder gelb-grün oder weiss-rot. Etwas dazwischen gibts kaum. Wobei ... eigentlich doch. Die Bindungen zwischen den beiden Nationen sind wiederum so eng, dass in jedem ein bisschen Blut des anderen fliesst. Aber da machte am Mittag die Kunde die Runde, dass die Engländer antrazit-grau tragen würden. Ich sagte doch, es wehte ein anderer Wind über Twickenham.

Based on recent results there was no favourite. England had beaten the Wallabies in Sydney in June but only a fortnight ago, die Aussies had stunned the All Blacks of New Zealand in Hong Kong. England were expected to keep it tight around scrums, rucks and mauls. But ... instead of giving a away shedloads of penalties and a yellow card in each half they hit the ground running. And when Chris Ashton cleared Drew Mitchell to score the game-breaking 100m-try for England, he did not only take the roof off Twickenham. Just about any english pub around the world that had the game on must now be a space of open air ...

Es gibt weiss Gott dümmere Beschäftigungen an einem Samstagnachmittag im November. Und nächsten Samstag wieder alles von vorne ... :)

JOELATBSL

Thursday, September 02, 2010

Who let the dogs out?!

Fedex ist unterwegs und nicht aufzuhalten. Der berühmteste Schweizer bewegt sich grad bei 40 Grad eiskalt über den Hartplatz. Der Gegner ist begeistert von der Möglichkeit, sich seinem Vorbild mal nähern zu dürfen. Zum Lachen hat er jedoch grad gar nichts. Das Publikum hat noch nicht einmal Fedex' berühmten "Tweener" zu sehen bekommen.

Was bewegt einen also dazu, sowas sich anzusehen? Die Antwort lautet "SF zwei". Was die Kommentatoren Bürer und Günthardt seit Jahren leisten, gehört zum Besten was das Schweizer Fernsehen zu bieten hat. Die Mischung machts halt einfach. Die teils stundenlangen Übertragungen werden aufgelockert mit gelegentlichen Einschüben, die an Stand-Up-Comedy erinnern.

Günthardt ist der ehemalige Tennisprofi und heutige Coach, der sich an allerlei kuriose Matches erinnern mag. Dauert ein Match genug lange, bekommt man als Zuschauer stets einige Anekdoten aus vergangenen Tagen serviert. Gildemeister, Chang, Becker, Kournikova, Nadal, Federer, alle bekommen sie ihr Fett ab. Einer der jüngsten Einträge in diese endlose Datenbank ist der Amerikaner John Isner, der in Wimbledon dieses Jahr über 100 Asse in einem einzigen Match schlug - und dieses nach elf Stunden Spielzeit verlor!

Vereint lassen sich die Mikrofon-Buben jeweils an allem um ein Match herum aus. Beispielsweise über die Namen der Hunde von Tennisspielerinnen. "KD" hiess derjenige der ehemaligen Welt-Nummer-1 Martina Navratilova, "KD" für "Killer Dog". Derjenige von Maria Sharapova hört auf den wortwörtlich süssen Namen "Dolce" und für die beiden Hunde der ehemaligen Spitzenspielerin Arantxa Sanchez Vicario schlägt Günthardt "Dick" und "Doof" vor. Das Doppel-D wäre bestimmt nicht unpassend, aber "Roland" und "Garros" machen sich ja auch nicht schlecht, wenn Frauchen selbiges Turnier mal zu gewinnen vermochte.

Fedex' Gegenverkehr serviert derweil weiter munter doppelte Fehler und konstatiert ungefragt übers Aussenmikrofon, dass er jeden Ball zu spät trifft. Ich will dann wenigstens noch die letzten paar Bälle sehen, bevor mal wieder für jemanden die Doppellektion mit Prof. Dr. Fedex zu Ende geht.

Saturday, August 07, 2010

Miezekatze

Man stelle sich das vor: Da wirds am heiterhellen vernieselregneten Tag einfach plötzlich stockdunkel und gleich darauf wieder hell. Geschichten die einem einfach bleiben, obwohl sie nur gerade ein paar Sekunden dauerten.

Zugegeben, bei Nieselregen vor die Tür zu gehen ist schon nicht gerade normal. Spielen da Hunger und Durst mit und ist man nicht gewillt, schon wieder auf die eigenen Kochkünste zu vertrauen, ist man allerdings gezwungen, den Schritt über die eigene Türschwelle zu wagen. Und da draussen kann man was erleben.

Hat man diese Schwelle nämlich erst einmal überwunden und die Tür abgeschlossen gehts erst richtig los. Will man auf der Treppe richtigen Halt haben, empfiehlt sich gut geschnürtes und richtig angezogenes Schuhwerk. Darauf hab ich auch unlängst nur ungern verzichtet, als ich bei einem Kollegen zu Gast sein durfte. Ich bückte mich über meine Schuhe, wandte die vor X Jahren mühsamst erlernten Kenntnisse auf dem Gebiet der Schuhbändelwissenschaften wieder einmal an und wagte mich todesmutig die Treppenstufen hinunter.

Was weiter oben noch gut ausgeleuchtet war, wurde in Richtung Garage ziemlich dunkel. Und es wurde ganz schnell noch viel dunkler. Die Schritte, die ich Sekundenbruchteile zuvor noch andeutungsweise gehört hatte, wurden konkret hörbar und als ich mich umdrehte, sah ich nur noch einen Schatten. Alles was meine ansonsten guten Augen noch erkennen konnten, waren die Umrisse einer prächtigen Katze. "Miau!" - der unverwechselbare Gruss mit sanfter Katzenstimme. Ja eben, meine Augen lassen mich halt doch nicht im Stich.

Einigermassen perplex setzte ich meinen Weg fort. Die Katze, einiges zackiger des Weges als ich, setzte zum Überholmanöver an und entschwand ebenso schnell wie sie aufgetaucht war. Bis ich die Begegnung verdaut hatte, dauerte es ein paar Minuten. Mein Kumpane bestätigte mir das, was ich in den dunklen Sphären zwischen Treppe und Garage gerade erlebt hatte. Seither bin ich mir sicher: Ich krieg sie alle!

Friday, June 11, 2010

Gedacht - gebloggt

Leise brutzelt die Wurst
Der Grillmeister löscht seinen Durst

Wer weiss wie es weiter geht? :D

Monday, May 18, 2009

Sofa

Es war ein gutes Gefühl gestern Abend. Nach 20 langen Jahren hat das alte, mittlerweile auch teilweise kaputte Sofa unter gütiger Mithilfe zweier Sterbehelfer den Löffel abgegeben. Viel zu tief für eine anständige Sitzgelegenheit, wurde das alte Ding zuletzt auch fast nur noch als Bett (oder so ähnlich) missbraucht. Aber das alte Ding wehrte sich bis zuletzt gegen die drohende gewaltsame Zerlegung. Die eine Schraube die verklemmte, war dann jedoch eine zu viel. Statt einer sanften Beseitigung mit dem Schraubenzieher gabs so dann halt doch noch Ansätze einer nicht ganz gewaltfreien Form der Kaltverformung zu beobachten.

Das neue Sofa wurde am Freitag von einer Delegation des Haushaltsauschusses ausgewählt und heute früh angeliefert. Sitzt sich im Fall recht gut da drauf ... :)

Gruss

JOELATBSL

Monday, May 11, 2009

Fremdgegangen

Ich bin immer gerne hilfsbereit. Vor längerer Zeit habe ich schon mal jemandem den Spottertrip gerettet, der zwar dran dachte, so schnell wie es nur geht von daheim an den EAP zu radeln, aber nicht daran dachte, dass es zur Speicherung der entstehenden Bilder auch einen Chip braucht. Also lieh ich ihm 1GB Compact-Flash-Speicher.

Seit Ende letzten Jahres habe ich die Karte wieder zurück. Und nun wird sie auf meinem Rechner als "NIKON D300" angezeigt. Es sei an dieser Stelle mal humorlos und trocken erwähnt, dass ich jedem, aber auch wirklich jedem Seitensprung auf die Schliche komme!

Gruss

JOELATBSL

Tuesday, February 17, 2009

Meine Inseln

Betreffend der Inselgruppe vor Südafrika, auf die ich gestern Bezug genommen habe:

Das ist mein persönliches Archipel. Die ICAO hat da nichts verloren!

Gruss

JOELATBSL

PS: Glückwünsche zum 20. Geburtstag dem diesem Blog nicht ganz unbekannten Fräulein F. !

Wednesday, January 07, 2009

Börse

Heute hab ich mich beim Radio hören doch hoffentlich nicht verhört. Oder ist jetzt die Börse auch noch blau mit rot-weissen Titeln und einem frechen Smile im Schwanz?

"Und jetzt die Börsendaten von Thomson-Reuters..."



Gruss, JOELATBSL

Tuesday, December 16, 2008

Ohne Worte

Letztes Wochenende wars, da hab ich mal wieder die Vorzüge des Wohnsitzes genossen und mir im öffentlich-rechtlichen französischen Fernsehen ein Rugby-Spiel zu Gemüte geführt. Die Iren von Munster gegen die Franzosen von Clermont-Auvergne war die Affiche. Spektakel war geboten, Clermont führte gegen den Favoriten bis 5 Minuten vor Schluss, ehe Munster doch noch Lust zum Spielen hatte und das Spiel zu seinen Gunsten entschied.

Beeindruckt hat mich nebst einer netten Keilerei zwischen zwei wandelnden Wandschränken allerdings der gegenseitige Respekt. Zu behaupten, Rugby wäre ein sanfter Sport, ist doch leicht übertrieben, aber zumindest neben dem Feld herrschen dort ganz hohe Sitten. Egal wie aufgeheizt die Atmospähre auch sein mag, wenn ein Spieler den Ball zum Kick aufs Tee setzt, herrscht absolute Stille. Beide Fan-Lager gönnen dem Kicker seine Konzentration und es wird so ... *psssst* ... leise, dass ... *pssst* ... man sogar vor dem Fernseher ... *pssssst* ... sich Mphe gibt, möglichst leise zu sein!

Da könnten sich andere Sportarten was davon abschneiden!

Friday, December 12, 2008

Klorollen sind fürn A****

Jegliche Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind rein zufällig.

Joachim ist ein revolutionärer Mensch. Sein Haushalt ist nicht auf möglichst grossen Nutzen ausgelegt, sondern darauf, dass er möglichst wenig kostet. Deshalb hält sich Joachim zwar zu meist in Berlin, Düsseldorf und einigen anderen Wohnsitzen in Deutschland, der Schweiz und Österreich auf, hat seinen Steuer-Wohnsitz aber in London. Offiziell hat er dort seine Kollegen und Freunde.

Joachim ist auch bekannt für seinen äusserst sparsamen Lebenswandel. Statt Kehrichtgebühren zu bezahlen und seinen Müll artgerecht zu entsorgen, bedient er sich der Kunst des Litterings. Er entsorgt seinen Müll wann er will, wie er will und vor allem wo er will, meistens jedoch auf einer Baleareninsel.

Joachims Freunde erzählen zudem von einer äusserst unangenehmen Eigenschaft ihres Revoluzzers: Er putzt sich seinen Hintern nach dem grossen Geschäft immer mit dem selben Papier. Merke: Es steht nicht der Nutzen im Vordergrund, die Kosten müssen so tief wie möglich gehalten werden.

Jawoll, Klorollen sind fürn Arsch!

Tuesday, December 02, 2008

Get Well Jerôme!

Dass ich gerne mal ein Spiel des lokalen Eishockey-Klubs von nahem ansehe ist an sich nichts neues. Ich hab die Jungs auch schon zweimal absteigen sehen, Klasse, nicht? Viel besser hört sich da an, dass die jungen Kerle gestern Abend den Tabellenführer aus La-Chaux-de-Fonds besiegt haben. Und da ich es live gesehen habe, wage ich sogar zu behaupten, dass da teilweise echte Zweifel darüber aufgekommen sind, wer hier Erster und wer unterm Strich liegt.

Aber: Es gibt Dinge, die lassen einen erstarren, auch wenn sie viele Kilometer weit weg passiert sind. Jerôme Bonnet vom Lausanne HC hat sich schwer am Hals verletzt. Nach einem Check lag er am Boden und wurde von einer dieser messerscharfen Kufen getroffen. Ein solcher Vorfall kommt - LEIDER! - in dieser Sportart vor. In der Basler Halle war zunächst nur bekannt, dass das Spiel in Lausanne abgebrochen wurde. Angesichts des hervorragend laufenden Spiels kam auch kaum jemand auf die Idee, sich dem Geschehen in der Malley zu widmen.

Es liefen die letzten Minuten in Basel. Irgendwie war ich hin und her gerissen, zwischen Bonnet und Rauhanens jungen Rehen...

Jerôme, gett well soon!

Thursday, November 27, 2008

One night at ... the airport!

(*räusper* - Aus aktuellem Anlass habe ich mich dazu entschieden, für einmal mich in einer anderen Sprache auszudrücken. Wer also das Gefühl hat, ich hätte mein Deutsch verlernt, der ist zu Recht der Lüge zu verdächtigen.)

Well, Spotters are weird people sometimes. They carry ladders around airports and railway stations. They stay outside even when the weather is more than just awful. And they tend to sleep in airport buildings. Well, at least sometimes they do so.

The story takes us back into last year, when I travelled around the UK and Ireland with a friend of mine. We were a few days at Manchester and we tried to organize a trip to somewhere in between. We chose to fly to Dublin, as the flights were the cheapest available. There was just one problem still to solve: Should we book a hotel or should we try to spend the night, urm, in an other way.

My buddy and I, both around 20 years old at that stage, decided to do it the hard way. We opted to spend the night in the back then sole terminal building of Dublin's Airport. After spending the day around Manchester's Airport, we took our flight at 10pm. In fact, the flight was delayed, so the departure was moved to somewhere around 11pm. Not too bad for us though, as we didn't expect to get much sleep anyway...

After we landed firmly but safe (yea, everyone on board knew that we had touched down) landing we walked an awful long way from the parking position to the immigration and the baggage carousel. We quit the airside area and looked out for a place to hang out. Actually, we didn't expect to see so many people there at midnight. There were no more flights, neither arriving, nor departing. The last stores were about to close and we were accompanied by the sounds of vacuum cleaners and the likes.

To stay on the safe side, it is very helpful if at least one of two guys stays awake. To help not falling asleep, I decided to do a walk outside, around the parking lot and inside, around the terminal. The parking lot wasn't quite a cozy place though. Wind, rain, darkness and the ever repeating tune about not leaving behind any luggage made it very uncomfortable out there. Inside it was packed. Surely a few hundred people were spread all over the floors, lay on all the chairs available and of course, their luggage was kinda spread all over the place.

Around 3 o'clock in the morning, halfway through our short night, I got myself a little update on what's happened in the world. I dropped an e-mail to a buddy home in Switzerland. Only to get an instant reply! I returned to our spot and also got probably an hour's sleep. After a short breakfast (no, I won't explain that any further) we dropped our luggage at the bag storage and took off to the other side of the airport. We waited for the first planes to arrive from overseas and didn't get disappointed.

Dublin was well worth it. Around noon it felt like it was already late in the afternoon, because we had close to no sleep, but the experience of the lively airport at night was indeed a very special one!

Good night ;)

JOELATBSL

Monday, November 03, 2008

November in Sicht! (Teil 2)

Ja, "morgen" war einmal. Es ist nun ein paar Tage her seit dem ersten Teil, aber ich hab nicht vergessen, dass die Story noch nicht zu Ende ist.

Steckengeblieben war ich also in Salzburg, auf dem Flughafen, an der Kasse im Restaurant. Und das hatte seinen guten Grund. Die beiden blonden russischen Frauenhintern vor mir ... *sabber* ... Genau deswegen musste ich noch einmal in Deckung gehen. Selten zuvor hatte ich so früh morgens Mühe, meine Beherrschung zu halten. Da machte es nichts, dass ich "nur" heisse Schokolade aus dem Automaten fliessen liess, wach war ich auch so schon.

Nach der Aufwärmaktion ging der längste und schönste Teil der Show los. Im Zwei-Minuten-Takt schwebten die Tupolevs teilweise ein. Dazu schien bei Temperaturen um die Null Grad die Sonne. Ein Gefühl wie auf der Skipiste, nur dass ich statt Hartplastikstiefel meine Wanderschuhe an den Füssen hatte. Langweilig wurde mir nicht, und so war es auch schnell wieder 16 Uhr und die Sonne ging hinter den hohen Bergen in meinem Rücken unter. Zackig sank die Temperatur wieder ins unermesslich kalte und wir verzogen uns wieder ins Restaurant. Die Bockleiter wurde versorgt und das Stativ bereitgestellt.

Für einen permanenten Aufenthalt auf der Terrasse auf dem Dach war es eindeutig zu kalt. Aber für so kurz zwischendurch war es ganz okay. Und wenn grad Pause war, wartete unten das Bier. Stiegl Bräu nennt sich das in Salzburg und ist echt trinkbare Ware. Die Spatzen erzählen sich dort, dass hin und wieder Spotter nach einem schlechten Tag im Regen irgendwelche unschuldigen Engländerinnen vollsülzen... ;) Das mit den Engländerinnen liessen wir aus, dafür gings zu Rinderhack und viereckigen Bratkartoffeln zum benachbarten Fast-Food-Imperium.

Nun war es also Zeit für den Heimweg. Am Bahnhof hiess es noch einmal ewig warten. Zwei Stunden in einem durchzugigen Wartesaal, ungemütlich, sag ich euch. Ich war echt froh als irgendwann mal in dieser Nacht mein Zug nach Deutschland auftauchte. Ich stieg ein, enterte mein Abteil und dann tat sich erst mal lange nichts. Ich weiss bis heute nicht wieso, und mittlerweile ist es mir eigentlich egal, aber dieser Zug blieb in Salzburg wohl ohne Grund einfach eine halbe Stunde stehen.

Als der Zug dann endlich rollte, legte ich mich dann auch mal hin. Ein langer Tag macht müde und ich hätte wohl ewig lange rumdösen können. Aber ich musste ja aufpassen. In Baden-Baden musste ich umsteigen. Irgendwann mal hielt der Zug und wie so üblich wachte ich auf. Karlsruhe war draussen angeschrieben. Wir waren also fast da. Aber eben nur fast. Ich entschied mich, noch einmal kurz hinzuliegen. Der Zug fuhr aus Karlsruhe raus und hielt kurz darauf wieder an. Und er fuhr wieder los. Baden-Baden stand diesmal auf den Bahnhofsschildern...

Jawoll, da hätte ich umsteigen müssen. Dem Schrecken sei dank war ich nun wach. Ich wartete den nächsten Halt ab, um mich dann aus dem Zug verabschieden zu können. Befürchtungen, wonach der Zug erst in Strasbourg wieder halten würde, bewahrheiteten sich zum guten Glück nicht. In Kehl hielt die Fuhre und ich verliess den Zug. Während ich mich auf dem Bahnsteig schlau machte, wann denn da ein Zug zurück zur Hauptstrecke fahren würde, verschwand der Orient-Express im Nebel dieses kalten Januarmorgens.

Von Kehl gings mit dem Regionalzug nach Offenburg. Von Offenburg nach längerer Wartezeit heim nach Basel. Vom Badischen Bahnhof noch eine letzte halbe Stunde mit dem Tram heim nach Allschwil. Ich hatte für meine Risikobereitschaft teuer bezahlt und einen unfreiwilligen Umweg in Kauf genommen. Aber es hat sich gelohnt!

Gruss

JOELATBSL

Wednesday, October 22, 2008

November in Sicht!

Draussen regnets, die Temperatur bewegt sich nur noch unter Protest über die 10-Grad-Marke und so langsam aber sicher ist die Sommersaison mal wieder Geschichte. In der Nacht vom Samstag auf den Sonntag werden die Uhren wieder auf Winterzeit umgestellt und es beginnen die fliegerisch doch meist sehr grauen Monate November und Dezember. Gerade der November gilt als der schlechteste Monat punkto Nachfrage nach Flugreisen. Kein Wunder also, dass eine der spotterfreundlichsten Airlines Europas genau in dieser harten Zeit meinen Heimathafen sechs Wochen lang boykottieren wird. Aber das gibt Zeit, um sich anderen Dingen zu widmen. Endlich kann man mal wieder in den Erinnerungen vom letzten Januar schwelgen und den kommenden Januar planerisch in Angriff nehmen.

Rückblende:

Neujahr, traditionell ein Tag, an dem ich nicht allzu früh aufstehe. Nicht weil ich der ausgefallenste Silvester-Partylöwe wäre, aber weil an dem Tag einfach wirklich gar nichts los ist. Nicht so dieses Jahr: Um auch wirklich rechtzeitig da zu sein, wenn in Salzburg am 2.1. die Russen einfallen, hatte ich die Abfahrt am Neujahrstag abends vorgesehen. Mit der Bahn sollte es von Basel via Karlsruhe nach Österreich gehen. Das klingt nach ein wenig Umweg, aber macht unter Berücksichtigung des Arlberges durchaus so seinen Sinn. Die Fahrzeit ist via Zürich oder Karlsruhe auf jeden Fall nicht grundsätzlich verschieden.

Am Bahnhof sollte genügend Verpflegung her, damit ich in Salzburg nicht noch einmal extra einkaufen brauchte. Brot, Salami, Kekse, Cola, das musste reichen. Sollte es aber nicht, aber dazu später. Die ersten 200 km waren abgesehen von einer BGS-Streife ("wo wollen sie hin?") harmlos. Die Strecke nach Karlsruhe kenn ich bald so gut wie den Weg von daheim ins Dorf. In Karlsruhe angekommen ging aber erst mal das Warten los. Etwa eine Stunde Wartezeit war veranschlagt, bis dann der "Orient-Express" eintreffen sollte. Der Name erinnert an die grosse Vergangenheit dieses Kurses, der einst von Paris bis nach Konstantinopel führte. Mittlerweile gehts noch bis nach Wien.

Die Fahrt nach Salzburg war auch nicht äusserst spektakulär, wenn man mal davon absieht, dass ein Liegewagenabteil mit Gepäck von 6 Personen, besonders von einer mit einer Bockleiter doch etwas voll daherkommt. Der Blick aus dem Fenster (wir sind nun schon weit jenseits von München) verhiess dann mal gutes und schlechtes. Einerseits bedeuteten die sichtbaren Sterne, dass wohl schönes Wetter herrschen würde, andererseits war an den Blitzen von der vereisten Fahrleitung zu erkennen, dass es wohl bitterkalt sein würde. Das bestätigte sich dann ein erstes Mal, als ich in Salzburg ausstieg. Wirklich warme Luft fühlt sich anders an.

Mit dem O-Bus gings zum Airport und da so gleich auf die Terrasse. Schliesslich war es schon gegen 6 Uhr und kurz danach sollten die ersten Ukrainer eintreffen. Taten die auch und so galt es eine ganze Weile unter den Sternen auszuharren, bis ich dann so gegen sieben Uhr wieder an die Wärme durfte. Was für eine Erlösung! Rein gings, ab in die Self Service Kneipe. Das Gepäck wurde kurzerhand mal rasch bei den Kollegen deponiert und ich holte mir eine heisse Schokolade. Vom Buffet rüber zur Kasse und von dort gleich wieder retour...

Teil 2 gibts morgen... ;)

Gruss

JOELATBSL

Friday, October 10, 2008

Axalp reloaded

Jedes Jahr fragen sich an diesem Berg X Leute weswegen sie sich diesen Scheiss bloss antun. Und jeder einzelne ist am Ende der Meinung, dass es sich gelohnt hat.

Brienz, vier Uhr in der Früh, ein Deutsch registrierter Audi fährt vor. Jogi hat den Weg also tatsächlich gefunden, zwei Jahre nachdem wir ein erstes Mal das Schitzlerdorf am Fusse der Axalp unsicher gemacht hatten. Flugs gings rein in die enge Karre und hoch die schmale Strasse. Das erste Herbstlaub und die nicht zu vernachlässigende Steigung machten den Ritt bergwärts nicht ganz einfach. Und dann war da noch die Bremsanlage, die beim Beschleunigen sich piepend meldete. Dahinter sollte man bloss keine Logik vermuten...

Eine ganze Weile später, wir haben nun schon gegen fünf Uhr in der Früh, vier Wahnsinnige kriechen aus dem Auto, montieren die Wanderschuhe (oder halt eben nicht) und machen sich so langsam auf die Socken in Richtung Schiessplatz. Das jährliche Turnfest der Kampfjets der Schweizer Luftwaffe steht an und dieses Spektakel will man sich natürlich nicht entgehen lassen. Noch auf dem Parkplatz fragt der Pumuckl ein erstes Mal, wann wir die erste Pause einlegen werden. Das kann ja heiter werden...

Fünf Serpentinen und mindestens ebenso viele Kuhgatter und Abflussrinnen später kommt uns das Ende der befestigten Strasse immer näher. Bei der Alphütte legen wir eine Pause ein und ich verpflege mich mit einem Kraftwürfel (aka Ovo Sport). In weiser Voraussicht versorge ich auch Jogi mit diesem wundersamen Dopingmittel, schliesslich kann ich mich noch dran erinnern wie ich vor zwei Jahren beinahe zum Abschleppseil greifen musste. Fortan im Schein der Taschenlampe geht es nun auf dem Weg weiter und unentwegt werden wir von Autos überholt, deren Lenker sich scheinbar um jegliche Fahrverbote einen Dreck scheren, nur um sich bis zu einer Stunde Fussmarsch zu ersparen. Wenn die wüssten was sie verpassen...

Nach einer weiteren Viertelstunde ist auch die unbefestigte Fahrstrasse zu Ende und nun wartet ein richtiger Bergweg auf die mutigen Nachtkletterer. In regelmässigen Abständen folgen sich die Lichtkegel der Taschenlampen. Das Licht ist beinahe überlebenswichtig, denn ein Fehltritt kann im alpinen Gelände gelinde gesagt sehr schmerzhaft sein. Während ich mich in der Dunkelheit recht gut zu recht finde, sehen andere mit der Taschenlampe grad mal ein wenig mehr als gar nichts. Statt grossen Pausen wird nun einfach nur noch gestoppt wenn jemand gröber ausser Atem gerät. Irgendwie scheint es mir, als sei es immer der selbe. Aber wir sind ja sozial und wünschen uns nichts sehnlicher als eine gemeinsame Ankunft ganz oben.

Nach einer Stunde ist von einem Weg dann auch nicht mehr viel zu erkennen. Geleitet von den Wanderern vor uns finden wir uns auf dem offenen Feld wieder. Wir folgen ihnen dennoch, denn sie streben geradeaus dem Schiesstower zu. Das Gelände, das vorher dem Schlamm sei dank schon nicht ganz ohne war, ist nun elend steil und es geht eigentlich nur geradeaus eine Weide hoch. Flittchen und ich holen fast einen Meter pro Sekunde auf unsere Mitstreiter heraus. Wer einmal einen richtig feinen Rythmus gefunden hat, der gibt den natürlich nur ungern preis. Nach guten zweieinhalb Stunden haben wir es dann geschafft. Alle vier sind heil oben angekommen und haben es erst noch in die Top Ten der ersten Axalp-Bezwinger des Tages geschafft. Aber das ist in dem Moment scheissegal...

*einmaltiefdurchatmen*

Jawoll, von da oben hat man eine richtig tolle Aussicht!

Gruss

JOELATBSL