Thursday, May 18, 2006

Kalter Kaffee

Hier entsteht er also, der BSL-Spotterblog. Nicht dass es heute etwas zu erzählen gäbe, aber wenn ich eine Idee habe, gehört die auch ordentlich verfolgt. Um allerdings nicht ganz auf dem Trockenen hocken zu bleiben (lustig so was zu schreiben wenn’s draussen den ganzen Tag regnet...) wärmen wir mal ein wenig alten Kaffee auf: Wie ist der Verfasser denn eigentlich zum Spotten gekommen:
Ein verregneter Frühlingstag im Jahre 2003 wars. Ich ging wie so oft in jener Zeit zur Schule und in der mitt-morgendlichen Pause kamen ein Klassenkamerad und ich ins Gespräch. Er hatte irgendwie von meinem Flair für die Transporindustrie (v.a. Eisenbahnen und Fliegerei) mitbekommen. Seine Ausführungen handelten von einer Nacht im www, bei der er auf eine Seite gestossen sei, auf der Flugzeug-Abstürze aufgelistet seien. Ich schluckte leer. Er der Leithammel der Klasse, das obere Ende der Nahrungskette war also einer der sich des Nachts mit Flugzeugabstürzen befasste, ein Thema, mit dem ich bislang nur etwas anfangen konnte, wenn ich aufgrund der Thematik in den Zeitungen nicht anders konnte.
Einige Tage und Nächte verstrichen und ich beschloss dann auch mal auf die Suche nach einer solchen Seite zu gehen. Erstaunt stellte ich fest, dass es offenbar nicht nur eine solche Seite gibt, sondern gleich dutzende. Einem uralten menschlichen Instinkt folgend, stürzte ich mich sogleich auf die grössten Zahlen. Das Netz spuckte den historischen Unfall zweier Jumbo Jets auf Teneriffa im Jahre 1977 aus. Beteiligt waren eine Maschine von Pan Am und eine von KLM. Irgendwo in diesem Bericht fand sich ein Link zu einem Bild einer Boeing 747-200 von KLM und diesen öffnete ich. Sofort vom Bild angetan, reduzierte ich die URL um möglichst noch mehr Bildmaterial zu erhalten.
Es hatte mich erwischt. Ich war in den Fängen der weltweit bekannten Fliegerbilderdatenbank www.airliners.net hängen geblieben. Sofort machte ich mich auf die Suche nach Bildern von Qantas, der Airline meiner schönsten Ferien (3x Australien hinterlassen zwangsläufig Spuren), Swiss und Hong Kong (vom Hören-Sagen kannte ich den haarigen Approach durch die dortigen Häuserschluchten). Nach wie vor surfte ich aber auch noch auf den Airdisaster-Pages rum und haute mir die Birne mit Horrorgeschichten aus der Fliegereiszene voll. So lange, bis ich mal gefragt wurde, ob ich denn noch in den Ferienflieger nach Korsika einsteigen könne, bei all dem komischen Luftmannsgarn. Komischerweise tippte ich fortan zwar keine Airdisaster-URLs mehr ein, aber A.net stieg relativ bald zur Startseite auf und ist es immer noch...
Nacht um Nacht musste in den Sommerferien dran glauben und A.net wurde zum Bestandteil meiner Internet-Touren. Erstaunlicherweise brauchte es eine gute Weile, bis ich begann, Bilder vom heimischen Euroairport Basel-Mulhouse-Freiburg zu suchen. Als ich dann mal welche gefunden hatte, gabs kein Halten mehr. Ich wollte auch etwas zum Gesamtwerk beitragen. Auf dem Weg dorthin gabs allerdings noch einige Hindernisse:
- Ich musste einen Spot finden, also einen Punkt von dem es gute Bilder gibt
- Ich brauchte eine taugliche Kamera
- Diverses

Spots liessen bald finden, eine taugliche Kamera liess noch eine Weile auf sich warten und über die, die bestimmen, was gut genug für die Datenbank ist, liesse sich alleine ein ganzer Abend referieren...
Bevor ich noch ein „writer’s high“ bekomme, mache ich nun lieber mal Schluss, vielleicht gibt ja der morgige Tag endlich mal was her...

1 comment:

Viktor said...

Dann bin ich mal erster :) Gut geschriebener erster Eintrag, liest sich gut auch wenn mein Weg etwas anders war, das Ziel war das gleiche.

Bin gespannt auf weitere Einträge :)